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3. Aktualisierung  -  Juni 2017

 

Erstmals seit vielen Jahren war zu Schuljahresbeginn eine Zunahme der Schülerzahlen zu verzeichnen. Mit 146 Schülerinnen und Schülern, also 11 Kindern mehr als im Vorjahr, begann das Schuljahr 2011/12. Damit aber noch nicht genug, denn angestiegen war nicht nur die Summe der Kinder, sondern auch die Anzahl der Klassen. Waren im letzten Jahr die Jahrgänge 1 und 2 noch einzügig, so konnten wir in diesem Jahr in allen Klassen zur Zweizügigkeit zurückkehren, da einige Zuzüge vor den Sommerferien eine Klassenteilung in den unteren Jahrgängen ermöglicht hatten.

Von den 64 Mädchen und 82 Jungen, die unsere Schule besuchten, kamen 16 aus Heerstedt, 29 aus Hollen und 101 aus Lunestedt. Auffällig war erneut die ungleiche Geschlechterverteilung im 1. Jahrgang, denn dort saßen nur 15 Mädchen zwischen 26 Jungen. Allerdings wurde nicht das wirklich extreme Ausmaß des Vorjahres (7 Mädchen, 20 Jungen) erreicht.

Bedingt durch die gestiegenen Schülerzahlen und die zusätzlichen Klassen waren natürlich zusätzliche Lehrerstunden notwendig. So konnte nicht nur Claudia Kaschorek nach Ablauf ihrer Elternzeit ihren Dienst wieder aufnehmen, sondern es kehrte auch noch Martina Novara mit ein paar Unterrichtsstunden an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Völlig neu war hingegen der Kollege Benjamin Kudlik, der mit einem Schlag die Anzahl der männlichen Lehrkräfte an unserer Schule verdoppelte.

Einen erfreulichen Anstieg gab es allerdings nicht nur bei den Schülerzahlen, sondern auch in der Unterrichtsversorgung. Nachdem wir uns schon im letzten Jahr mit 104,1 Prozent über eine überdurchschnittliche Versorgung freuen durften, warf unsere Statistik zu Schuljahresbeginn einen Wert von 107,3 Prozent aus.

Eine komplette Umbesetzung gab es bei den Kolleginnen, die den Unterricht im Rahmen des „Regionalen Integrationskonzeptes“ erteilen. Anne-Wiebke Hotes, die bisher für die Sprachförderung zuständig war, wurde nach Hagen abgeordnet und durch Anja Baße ersetzt. Elke Fischer, unsere bisherige Förderlehrkraft für den Bereich Lernen, wurde Klassenlehrerin einer Integrationsklasse in Loxstedt und musste uns ebenfalls verlassen. Ihren Aufgabenbereich übernahm „Heimkehrerin“ Claudia Kaschorek, die nun mit 12 Stunden für die Lernförderung im RIK zuständig war und zusätzlich als Klassenlehrerin in der Klasse 2a unterrichtete.

Die Freude über die Klassenteilung im Jahrgang 2 hielt leider nur ein halbes Jahr an, denn im Laufe des Schuljahres setzte in beiden 2. Klassen eine Art "Landflucht" ein. Nachdem mehrere Familien weggezogen waren, entschieden sich zum Schuljahresende auch noch einige Eltern, ihr Kind das zweite Schuljahr wiederholen zu lassen und so blieben letztendlich nur noch 22 Schülerinnen und Schüler für den zukünftigen Jahrgang 3 übrig, was eine Zusammenlegung der beiden Klassen leider unumgänglich machte. Daraus resultierte dann ein erheblicher Überschuss an Lehrerstunden, was zur Folge hatte, dass eine Kollegin – Kirsten Ooster – die Schule verlassen musste und nach Stotel abgeordnet wurde. Mit Nele Goldschrafe hatten wir einen weiteren Abgang zu verzeichnen, allerdings aus einem erfreulichen Grund, denn sie hatte ihre 2. Lehrerprüfung bestanden und damit war ihre Ausbildung an unserer Schule beendet.

Zum zweiten Mal in Folge wurden in der Schule keine größeren Bauarbeiten durchgeführt. Zwar wurde die (ur-)alte Bühne endlich durch ein neues Exemplar ersetzt, aber diese Maßnahme konnte unser Hausmeister eigenständig erledigen.

Eine kleine Veränderung gab es aber doch. Da einer Kollegin in Bremen das Auto aufgebrochen und die Schultasche gestohlen wurde, in der sich leider die Schulschlüssel befanden, mussten die Schlösser im Eingangsbereich ausgewechselt werden, um unerwünschten Besuchern den Eintritt zu verwehren.

Der ursprünglich für die Hortkinder vorgesehene Raum wurde aufgrund der gestiegenen Klassenzahlen wieder mit einer Klasse belegt und angesichts der Tatsache, dass der Hort (bei ausreichenden Anmeldungen) im nächsten Schuljahr - zumindest vorläufig - an den Kindergarten angegliedert werden soll, wird sich an dieser Situation in absehbarer Zeit wohl auch nichts ändern.

"Welche Schrift ist die beste?" Unter dieser Überschrift veröffentlichte die Nordsee-Zeitung am 28. September 2011 einen Artikel, in dem es um das Bestreben des Grundschullehrerverbandes ging, sowohl die lateinische als auch die vereinfachte Ausgangsschrift abzuschaffen und dafür die Grundschrift als Schreibschrift einzuführen. Letztere unterscheidet sich von den bisherigen Schreibschriften unter anderem darin, dass die Schülerinnen und Schüler zunächst eine Druckschrift schreiben, die dann später im Laufe der Zeit in einer freien Schreibschrift mündet. Da dieser Weg besonders für die lernschwächeren Kinder von Vorteil ist, hat sich auch unsere Schule inzwischen für die Grundschrift entschieden. Natürlich gab es auch kritische Stimmen, denn es wurde beispielsweise befürchtet, dass die Handschrift immer weniger Mittel des persönlichen und individuellen Ausdrucks werde und so motorische Fähigkeiten verloren gehen könnten. Wenn man aber bedenkt, dass im Zeitalter der Informationstechnologie immer mehr Texte mit technischen Hilfsmitteln erstellt werden, so wird dieser Trend kaum aufzuhalten sein.

Viele Diskussionen gab es auch um die Einführung der Inklusion. Eltern behinderter Kinder sollen von 2013 an in Niedersachsen frei wählen können, welche Schule ihr Kind besucht. Alle Schulen wären dann für Schülerinnen und Schüler mit Handicaps offen. Derzeit unterrichten Sonderpädagogen bereits an 35 Prozent der Grundschulen, wo die Zahl der Integrationsklassen in den vergangenen acht Jahren von 230 auf mehr als 400 Klassen gestiegen ist. Im Jahr 2013 soll es in jeder Kommune mindestens eine inklusive Schule geben und 2018 sollen dann an allen Schulen behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam unterrichtet werden, wie es von der UNO gefordert wird. Die Kosten für die Umsetzung dieser Idee werden sich voraussichtlich auf 45 Millionen Euro belaufen, was den Schulträgern schon jetzt Kopfzerbrechen bereitet. Das Land Niedersachsen steht allerdings erheblich unter Zugzwang, denn während bundesweit im Schuljahr 2010/11 bereits 22,3 Prozent der Schüler mit besonderem Förderbedarf eine reguläre Schule besuchten, waren es in unserem Bundesland nur 8,5 Prozent und damit ist Niedersachsen im Ländervergleich Schlusslicht bei der Inklusion.

Applaus von (fast) allen Seiten bekam Kultusminister Bern Althusmann für seine Idee, die maximalen Zeiten für Hausaufgaben zu reduzieren, wenngleich sich einige Leute sogar gewünscht hätten, die Hausaufgaben völlig abzuschaffen. Ausgehend von der Annahme, dass lernschwache Kinder zu Hause durch bloßes Wiederholen den Stoff nicht begreifen, den sie am Vormittag ohnehin schon nicht verstanden haben, heißt für viele Experten das Zauberwort "Ganztagsschule", wo Arbeits- und Übungsstunden unter kompetenter Aufsicht stattfinden können. Dafür müssten dann allerdings zusätzliche Lehrerstunden veranschlagt werden, was natürlich zusätzliche Kosten nach sich ziehen würde und in Zeiten leerer Kassen zumindest beim Finanzminister wenig Begeisterung hervorrufen würde. Nach den neuen Richtlinien sollen die Grundschüler jetzt nicht mehr maximal 45 Minuten, sondern höchstens noch 30 Minuten an den Hausaufgaben sitzen. Das mag bei lernstarken Kindern reichen, aber für lernschwächere Schülerinnen und Schüler dürfte dieser Wert eher dem Wunschdenken entsprechen.

Ständig neue und zusätzliche Aufgaben, aber keinerlei Entlastung oder finanzielle "Entschädigung", das scheint der Grund dafür zu sein, dass es immer mehr unbesetzte Schulleiterstellen gibt. Fast jede achte Schule in Niedersachsen hatte im Jahr 2012 keinen Schulleiter. Von den landesweit rund 3000 Schulen waren 355 Rektorenstellen nicht besetzt. Allein an den Grundschulen waren am 1. Juni 2012 insgesamt 171 Stellen vakant und bei den in absehbarer Zeit frei werdenden Stellen entfällt erneut fast die Hälfte des Wiederbesetzungsbedarfs auf den Primarbereich.

Erfreuliche Nachrichten gab es hingegen bei den Sitzungen des Schulvorstands und des Schulelternrates zu vernehmen. Bei den Übergängen von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen konnten erstaunliche Zahlen vermeldet werden. 42 Prozent unserer Schülerinnen und Schüler des letzten Jahrgangs sind auf das Gymnasium übergegangen – ein absoluter Höchstwert. 45 Prozent haben sich für die Realschule entschieden und nur 13 Prozent für die Hauptschule. Damit haben sich alle Eltern an die Empfehlung der Schule gehalten.

Das Tüpfelchen auf dem berühmten „i“ brachten dann die Ergebnisse der landesweiten Vergleichsarbeit (VERA). Während im Land Niedersachsen 23 % der Schülerinnen und Schüler die höchste Kompetenzstufe im Leseverständnis erreicht hatten, waren es in unserer Schule sage und schreibe 33 % und somit gehörte jedes dritte Kind zur Spitzengruppe.


Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Stufe 4
Stufe 5
Land (in %)
10
17
27
23
23
GS Lunestedt
3
18
20
26
33


"Öfter mal was Neues" - unter diesem Motto stand im September 2011 die Theateraufführung der Jugendzahnpflege. Nachdem die "Zahnfee" des Landkreises Cuxhaven Jahr für Jahr mit Karius und Baktus durch die Lande gereist war, um den Schülerinnen und Schülern beizubringen, wie man sich richtig die Zähne putzt und welche Nahrungsmittel schädlich für ein strahlendes Lächeln sind, hatte nun Birgit Zinn gemeinsam mit zwei Kolleginnen ein kleines Theaterstück geschrieben, dass zunächst für die 1. und 2. Klassen und nach der großen Pause für die Dritt- und Viertklässler in der Turnhalle aufgeführt wurde.

Beim "Abenteuer im Schlaraffenland" stand nicht der erhobene Zeigefinger im Vordergrund, sondern es wurde versucht, die Zuschauer mit Musik und Humor für gesunde Ernährung zu sensibilisieren. Im Mittelpunkt der Geschichte stand Max, der nach der Schule noch schnell ein paar Süßigkeiten naschen wollte, aber beim Warten auf das Mittagessen vor dem Fernseher - trotz verführerischer Werbung - einschlief. In seiner Traumreise, auf die er auch das Publikum mitnahm, wurde er mit vielen Leckereien konfrontiert, musste aber bald erkennen, welche verheerenden Folgen der Genuss für die Zähne hatte. Vor lauter Entsetzen griff er zu einer überdimensionalen Zahnbürste und putzte die Zähne so lange, bis sie blitzeblank waren. Als er wieder erwachte, beschloss er sofort, sich in Zukunft nur noch gesund zu ernähren - sehr zur Verblüffung seiner Mutter.

Eher gefesselt als verblüfft waren unsere Schülerinnen und Schüler. Sie verfolgten fasziniert den Verlauf des Theaterstückes, sangen und klatschten im Rhythmus und waren am Ende erleichtert über den Ausgang der Geschichte. Dass sie ganz nebenbei noch einiges zum Thema Zahnprophylaxe gelernt haben, wird ihnen vermutlich erst hinterher klar geworden sein.

Ein kleines Jubiläum konnte unsere Schule Anfang November feiern, denn die Autorenbegegnung mit Martin Ebbertz war bereits die 30. Veranstaltung dieser Art in Lunestedt. In Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis war es uns gelungen, den 1962 in Aachen geborenen Kinderbuchautor für unsere Dritt- und Viertklässler in die Schule zu holen. Für seine Bücher hat er bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten und einige seiner Erzählungen wurden für den Rundfunk in der Kinderhörspielreihe "Ohrenbär" eingelesen.

In den beiden knapp 90-minütigen Begegnungen trug Martin Ebbertz aber nicht nur Passagen aus seinen Büchern vor, sondern er verwickelte seine Zuhörer immer wieder in Gespräche, indem er mit Fragen ihre Neugier provozierte. So wollten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise wissen, wie die Einfälle des Autors aus dem Kopf ins Buch kommen. Ebbertz erklärte anschaulich, wie aus den Notizen zu einer Idee am Computer ein zusammenhängender Text wird, der dann ausgedruckt beim Verlag landet und schließlich in der Druckerei gebunden und am Ende in der Buchhandlung verkauft wird.

Den größten Eindruck hinterließ Martin Ebbertz, als er sein bisher erfolgreichstes Buch präsentierte: "Der kleine Herr Jaromir". Nachdem es einem Drittklässler gelungen war, ein paar Sätze aus der niederländischen Ausgabe vorzulesen, holte der Autor plötzlich ein chinesisches Exemplar hervor, das natürlich sofort die Frage aufwarf, ob der Schriftsteller das Buch auch in Chinesisch geschrieben habe. In seiner freundlichen und humorvollen Art gab Ebbertz nicht nur die passende Antwort, sondern gleich noch ein paar zusätzliche Erläuterungen zur Entstehungsgeschichte. 

Vor vier Jahren stand zum ersten Mal das Zirkuszelt der Familie Thiel neben unserer Schule. Da damals Schüler, Lehrkräfte und Zuschauer gleichermaßen begeistert waren, stand schnell fest, dass dieses Ereignis regemäßig wiederholt werden soll. Im Juni hatte die Wartezeit ein Ende und alle Schülerinnen und Schüler fanden sich zu Wochenbeginn im neuen Zirkuszelt ein, um sich das bunte Repertoire an Übungsmöglichkeiten anzusehen. Am liebsten hätten etliche Kinder gleich mehrere Zirkusnummern gewählt und deshalb erhielt jeder die "Hausaufgabe", sich für eine Attraktion zu entscheiden. So entstand eine vielfältige Mischung unterschiedlicher Kunststücke, die abhängig von den jeweiligen Interessen und Fähigkeiten der kleinen Künstler war.

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Von Dienstag bis Donnerstag wurde in kleinen Gruppen fleißig geübt, wobei auch die Turn- und die Pausenhalle als Übungsräume für das bunte Treiben genutzt wurden. Voller Eifer wurden Bewegungsabläufe einstudiert und Jongliernummern geprobt. Während in der einen Ecke Hula-Hoop-Reifen oder Lassos kreisten, wurden in einer anderen Teller gedreht. Begeisterung herrschte auch bei den Tiernummern, wo Ziegen und sogar Lamas dressiert wurden. Einige Kinder waren so angetan, dass sie auch in den Pausen und am Nachmittag die Tiergehege aufsuchten. Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz, denn zu jedem Zirkus gehört selbstverständlich auch ein Clown. Alle "Mini-Clowns" wurden allerdings zu absoluter Geheimhaltung verpflichtet, um die Spannung bis zur Vorführung aufrechtzuerhalten. 

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Während in der Übungsphase selbst sonst eher schüchterne und zurückhaltende Kinder voller Selbstvertrauen und Hingabe agierten, war bei der Generalprobe am Freitag bei einigen Schülerinnen und Schülern etwas Lampenfieber zu spüren. Als es dann am Sonnabend vor einem erwartungsvollen Publikum "Manege frei" hieß, war die Anspannung natürlich groß. Mehr als 600 Zuschauer kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus und waren immer wieder fasziniert von den Kunststücken, die unsere Schülerinnen und Schüler in den wenigen Tagen einstudiert hatten und nun frisch geschminkt und in farbenfrohen Kostümen in der Manege präsentierten. Rhythmisches Klatschen und lautstarke Beifallsstürme des Publikums waren der verdiente Lohn für eine abwechslungsreiche und beeindruckende Vorstellung. 

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Als alle dachten, die Zirkusvorführung sei zu Ende, kam die große Überraschung. Weil es der Familie Thiel in Lunestedt so gut gefallen und die Arbeit mit unseren Kindern so viel Spaß gemacht hatte, stellte "Richie" Thiel unter Beweis, dass er von seinem Können als Artist noch nichts verlernt hat. Mit einer atemberaubenden Nummer als Feuerschlucker und -spucker, die er bis vor einigen Jahren regelmäßig in der Manege präsentiert hatte, zog er das Publikum in seinen Bann, wobei allerdings der Hinweis für unsere Schülerinnen und Schüler nicht fehlte, dass dieses Kunststück für sie nicht zur Nachahmung empfohlen ist. 

Mit 131 Schülerinnen und Schülern, also 15 Kindern weniger als im Vorjahr, begann das Schuljahr 2012/13. Damit wurde der niedrigste Stand seit "ewigen Zeiten" erreicht und im Vergleich zum Schuljahr 2005/06 hatte sich die Gesamtschülerzahl binnen sieben Jahren um mehr als 35 Prozent verringert. Auch die Anzahl der Klassen war rückläufig. Da im letzten Jahrgang 2 im Laufe des Schuljahres einige Familien umgezogen waren und zum Schuljahresende mehrere Schüler die 2. Klasse wiederholen wollten bzw. mussten, gab es nach der Zusammenlegung in diesem Jahr nur eine 3. Klasse.

Von den 50 Mädchen und 81 Jungen, die unsere Schule besuchten, kamen 16 aus Heerstedt, 27 aus Hollen und 88 aus Lunestedt. Auffällig war erneut die ungleiche Geschlechterverteilung, insbesondere im Jahrgang 2 und 3. In den beiden 2. Klassen saßen nur 14 Mädchen zwischen 30 Jungen und in der 3. Klasse gab es mit 14 Jungen und 7 Mädchen ein "Mischungsverhältnis" von 2:1.

Die gesunkenen Schülerzahlen und der Verlust einer Klasse führten dazu, dass wir einen erheblichen Überschuss in der Lehrerversorgung hatten und deshalb eine Kollegin abgeben mussten. Da Kirsten Ooster ohnehin einen Versetzungsantrag gestellt hatte, weil sie gerne in ihre Oldenburger Heimat zurückkehren wollte, wurde sie zunächst an die Grundschule Stotel abgeordnet, verbunden mit der Hoffnung, über diesen Umweg das erwünschte Ziel zu erreichen.

Andrea Redeker, die vor einigen Jahren schon unter ihrem Mädchennamen Schulz an unserer Schule unterrichtet und uns im letzten Jahr als "Pädagogische Mitarbeiterin" unterstützt  hatte, kehrte zu Schuljahresbeginn mit sieben Unterrichtsstunden an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Die Rückkehr von Frau Redeker katapultierte unsere Unterrichtsversorgung in unbekannte Höhen. Mit 109,4 Prozent lagen wir nicht nur um mehr als sieben Prozent über dem Landesdurchschnitt, sondern gleichzeitig auf dem höchsten Wert aller Zeiten.

Konstant blieb die Besetzung bei den Kolleginnen, die den Unterricht im Rahmen des "Regionalen Integrationskonzeptes" erteilten. Während Anja Baße weiterhin für die Sprachförderung zuständig war, erteilte Claudia Kaschorek den Unterricht für Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf im Bereich Lernen.

Leider erreichte uns nach wenigen Wochen auch eine traurige Nachricht. Gerold Oltmer, der im Juli 2004 pensioniert worden war und guten Gewissens als ein Urgestein unserer Schule bezeichnet werden kann, verstarb am 16. Oktober 2012 im Alter von 71 Jahren.

Pünktlich zum Beginn des 2. Halbjahres nahm unsere neue Lehreranwärterin ihren Dienst auf. Kyra Pechmann aus Schiffdorf übernahm in der Klasse 1a den Sach- und in der Klasse 2a den Deutschunterricht. Sie ist die erste Anwärterin in unserer Schule, die nach der neuen Prüfungsverordnung ausgebildet wird und das bedeutet für sie, dass ihr Schulleiter nicht - wie bisher üblich - eine Beurteilung schreiben muss, sondern nun vollwertiges Mitglied der Prüfungskommission ist und deshalb eine Ausbildungsnote erteilen muss, die zu 25 % in die Prüfungsnote einfließt.

Nachdem Ende Januar alle Schülerinnen und Schüler ihre Zeugnisse erhalten und sich auf den Heimweg gemacht hatten, stand für die Mitarbeiter und Lehrkräfte noch ein ganz besonderes Ereignis auf der Tagesordnung. Gisela Stamann, die in den letzten 32 Jahren als Reinigungskraft für die gute Optik in der Schule gesorgt hatte, wurde in den verdienten Ruhestand entlassen. Zunächst war es Guido Dieckmann, der als Vertreter der Gemeinde Beverstedt die Tätigkeit von Frau Stamann würdigte und dabei ein paar unterhaltsame Anekdoten zum Besten gab. Auch in der Rede des Schulleiters wurde natürlich nicht mit Lob gespart, wobei besonders hervorgehoben wurde, dass im Rahmen der Schulinspektion, die vor drei Jahren stattgefunden hatte, die beiden Inspektoren von der Sauberkeit in unserer Schule fasziniert waren. Sie hatten in ihrer bisherigen Tätigkeit noch kein Gebäude gesehen, dass so blitzblank aussah wie bei uns und dieses Lob gebührte eindeutig Frau Stamann, die als Chefin der "Raumkosmetikerinnen" immer auf die Sauberkeit der Schule geachtet hatte, auch wenn sie dabei gelegentlich dem einen oder anderen auf die Füße getreten war - allerdings nur sinnbildlich.

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Die ursprünglich schon für die Osterferien angedachte und bereits lange erforderliche Dachsanierung über der großen Pausenhalle wurde endlich gegen Ende der Sommerferien durchgeführt und konnte in den ersten Tagen des neuen Schuljahres abgeschlossen werden. Wie notwendig die 40.000 € teuren Sanierungsarbeiten waren, zeigte sich, als riesige Wassermengen entdeckt wurden, die sich in den Zwischenräumen gesammelt hatten und bereits das Wohl unserer Schüler bedrohten. Erfreulich waren hingegen die Auswirkungen der eingebauten Lichtkuppel, die so viel zusätzliches Licht in die Pausenhalle ließ, dass unser Hausmeisters eines Morgens glaubte, jemand habe am Vortag vergessen, das Licht auszuschalten. Da außerdem die Möglichkeit besteht, die Kuppel über einen Motor zu öffnen, gehören jetzt auch die Zeiten der Vergangenheit an, in denen es bei Aufführungen in der Pausenhalle "dicke Luft" gab.

Nachdem wir im Vorjahr unsere neue Bühne einweihen konnten, wurde nun in den Herbstferien die neue Bühnenbeleuchtung angebracht. Heiko Schmonsees, der Inhaber der Firma Elektro Blum, hatte extra einen Experten angeheuert, um unsere Pausenhalle auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Dass unser ursprünglich veranschlagtes Budget nicht ausreichte und sich die tatsächlichen Kosten am Ende mehr als verdoppelt hatten, sei hier nur am Rande erwähnt, denn die Investition hat sich wirklich gelohnt und nun erscheinen alle Akteure auf der Bühne nicht nur in voller Schönheit, sondern auch in vollem Glanz.

Damit aber nicht genug. Der Fries, der einst unsere Schule verschönern sollte, inzwischen aber längst nicht mehr zeitgemäß war, wurde endlich entfernt und bei der Gelegenheit wurde dann gleich die ganze Pausenhalle - einschließlich Decke - renoviert. Seither macht der Eingangsbereich einen viel freundlicheren Eindruck und wer die Schule betritt, fühlt sich gleich willkommen.

Neu eingerichtet wurde auch unsere "Sockenzone" in der kleinen Pausenhalle. Die beiden Flächen links und rechts neben dem Ausgang zum Pausenhof wurden mit Teppichboden ausgelegt, auf beiden Seiten wurde jeweils eine Lampe angebracht und somit wurden zwei zusätzliche Arbeitsbereiche für den differenzierenden Unterricht gewonnen, die manchmal auch einfach nur als Leseecken genutzt werden.

Höchst erfreulich war auch das Ergebnis der Elternbefragung "Wie gut ist unsere Schule?" Ein Brocken, der den Eltern besonders schwer im Magen lag, war der Bereich Förderunterricht. Mit dem Wunsch nach einem umfangreicheren Angebot wurden allerdings die berühmten "offenen Türen" eingerannt, denn das komplette Kollegium war einige Monate zuvor nach Hannover zur "Didacta", der größten Lehr- und Lernmittelmesse Deutschlands, gefahren, wo nach geeignetem Fördermaterial Ausschau gehalten und am Ende Arbeitsmaterial im Werte von fast 1.000 Euro angeschafft wurde. Dass wir gerne noch mehr Lehrerstunden in die Förderung investieren würden, aber leider mit den Stunden auskommen müssen, die uns zur Verfügung stehen, versteht sich von selbst.

Problematisiert wurde auch der Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern, die nach den neuen Vorgaben des Kultusministeriums jetzt "Kinder mit herausforderndem Verhalten" heißen. Während einige Eltern der Meinung waren, diese Kinder würden mit zu viel Nachsicht behandelt, waren andere der Meinung, eine zusätzliche Unterstützung durch sozialpädagogisch ausgebildete Fachkräfte sei unabdingbar, damit die Lehrkräfte wieder in Ruhe arbeiten könnten. Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist die Zusammenarbeit mit dem CuxBUS (Cuxhavener Beratungs- und Unterstützungssystem) und der Jugendhilfestation in Hagen, die bereits erste Früchte trägt.

Lobend hervorgehoben wurden immer wieder die außerunterrichtlichen Aktivitäten, die den Spaß an der Schule fördern. Auf große Zustimmung stießen unsere Regeln und Rituale, von denen der "Große Regenbogen" am häufigsten genannt wurde, da er in erheblichem Maße den Gemeinschaftssinn und das Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler fördert. Aufgefallen ist aber nicht nur das ausgeprägte Gemeinschaftsgefühl, sondern auch die familiäre Atmosphäre in der Schule sowie die Nähe zum Dorf. Dass sich die Kinder verstanden und geborgen fühlen, wurde u. a. auch auf das positive Klima im Kollegium zurückgeführt, wobei das gute Vertrauensverhältnis zwischen Schülern und Lehrkräften von einigen Befragten den vielen engagierten Lehrerinnen und Lehrern zugeschrieben wurde, die immer hilfsbereit und offen für neue Ideen sind.

Zufrieden waren die Eltern auch mit dem zuverlässigen Betreuungsangebot und der erfreulichen Tatsache, dass es nur selten Unterrichtsausfall gibt. Letzteres wäre noch besser zu regeln, wenn uns nicht vor einigen Jahren die damalige Landesregierung die „Vertretungsreserve“ von zwei Stunden pro Klasse gestrichen hätte, worauf vereinzelt hingewiesen wurde – vermutlich von Familien, die damals die Vorzüge der "Vollen Halbtagsgrundschule" genießen durften.

Neben den traditionellen Treffen unter dem Regenbogen gab es auch wieder ein paar außergewöhnliche Veranstaltungen. Im Oktober war die Pädagogische Puppenbühne der Polizei in neuer Besetzung zu Gast. Das Stück, das den 1. und 2. Klassen präsentiert wurde, war geprägt von viel spontaner Interaktion und Gelächter.

Die Figuren Maja und Timmi suchten den Hund Fiffi, der mit Lockenwicklern im Fell vom Frisiertisch der Oma Käthe entflohen war. Bei ihrer Suche unterstützte sie der Polizist Blume, der - quasi nebenbei - auf die Wichtigkeit des Anschnallens im Auto hinwies. Ein Modell, bei dem auf einer kurzen Rampe ein Kindersitz in Fahrt gebracht und am Ende abrupt gestoppt wurde, verdeutlichte dies. Der darin platzierte Teddy konnte sich nur im Sitz halten, wenn er angeschnallt war und spätestens hier hatten es alle Kinder "geschnallt", dass das Anschnallen lebenswichtig ist, egal wie schnell oder wie weit die Fahrt ist.

Sehr viel ernster ging es im "Netz-Dschungel" zu, dem Stück für unsere Dritt- und Viertklässler. Fast ein halbes Jahr lang hatten die Puppenspieler der "PäPP" an diesem Stück gearbeitet und dabei nicht nur die Handlung erdacht und Texte entworfen, sondern außerdem die Bühne und das nötige Equipment selbst hergestellt. Ziel war es, die Kinder auf einen sensiblen Umgang mit persönlichen Daten im Internet hinzuweisen. Dabei sollten sie erkennen, dass neben dem Nutzen des Internets dort auch große Gefahren lauern. Dies wurde am Beispiel von Basti verdeutlicht, der eigentlich nur ein bisschen im Internet spielen wollte, dort aber über ein Autorennen zu einem spannenden Drachenkampf mit dem Ritter Kunibert gelangt, anschließend den Pinguin Freddy Frost und ein paar andere "nette" Tiere kennenlernt, die ihm nach und nach unbemerkt persönliche Daten entlocken. Am Ende muss Basti entsetzt feststellen, dass ein kompletter "Steckbrief" mit Foto, Alter, Adresse und Telefonnummer von ihm im World Wide Web existiert und jeder auf diese Daten zugreifen kann.

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Im Anschluss an die Vorstellung sind dann die Polizisten in die jeweiligen Klassen gegangen, wo die Inhalte des Stückes aufgearbeitet und gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern über die Gefahren des Internets gesprochen wurde, wobei es schwerpunktmäßig um drei Fragen ging:

- Welche Daten sollte ich im Internet auf gar keinen Fall preisgeben?
- Welche Regeln sollte ich bei der Nutzung des Internets beachten?
- Was kann ich tun, wenn mir etwas unangenehm ist oder mir Angst
   macht im Netz?

Da die Verantwortung für die Nutzung des Internets natürlich in erster Linie bei den Eltern liegt, erhielten auch sie Informationsmaterial, mit dessen Hilfe sie gemeinsam mit ihren Töchtern und Söhnen bestimmte Abmachungen für das Surfen im Internet treffen sollen. Ob diese ganz speziellen "Hausaufgaben" auch tatsächlich erledigt wurden, wird sich zeigen.

So bunt wie die Basketbälle aussahen, so fröhlich ging es im November auch in der "Eisbären"-Woche zu. Helge Eggers, der bei den Eisbären Bremerhaven den Nachwuchs trainiert, war nach Lunestedt gekommen, wo er an drei Tagen in allen Klassen den Schülerinnen und Schülern das Basketball-ABC vermittelte. Im Vordergrund stand allerdings nicht der Leistungsgedanke, sondern die Freude an der sportlichen Betätigung. Die Kinder waren mit so viel Begeisterung bei der Sache, dass einige von ihnen das Projekt gleich um eine Woche verlängern wollten.

Zum Abschluss kam dann prominenter Besuch in die Schule: Nationalspieler Philip Zwiener, mehr als 2 m groß und 100 kg schwer, kam gemeinsam mit Co-Trainer Hamed Attarbashi in den Unterricht und beantwortete Fragen aller Art. Dabei ging es nicht nur um das Thema Basketball, sondern durchaus auch um private Dinge. Am Ende erhielten alle Schülerinnen und Schüler einen Gutschein für das Bundesligaspiel der Eisbären Bremerhaven gegen die Phantoms aus Braunschweig. Dort konnte sich dann jeder ein persönliches Bild von Philip Zwieners basketballerischen Fähigkeiten machen.

Ein Kind mehr als im Vorjahr war zu Beginn des Schuljahrs 2013/14 in der Schülerstatistik aufgeführt. Als Folge dieser geringfügigen Veränderung blieb auch die Anzahl der Klassen gleich. Während die ersten bis dritten Klassen durchgängig zweizügig waren, gab es im vierten Jahrgang nur eine Klasse. Von den 51 Mädchen und 81 Jungen, die unsere Schule besuchten, kamen 12 aus Heerstedt, 29 aus Hollen und 91 aus Lunestedt.

Zu unserer großen Freude blieb nicht nur die Schülerzahl konstant, sondern auch unsere Unterrichtsversorgung, die mit rund 108 Prozent um fünf Prozent über dem Landesdurchschnitt lag. Die Begeisterung war allerdings nur von kurzer Dauer, da unmittelbar vor Beginn der Herbstferien der befürchtete Anruf aus der Landesschulbehörde kam und wir "gebeten" wurden, bis zum Halbjahresende acht bis neun Stunden an die Grundschule in Stotel abzuordnen, weil dort eine Kollegin langfristig ausgefallen war.

In unserem Kollegium gab es nur eine kleine Veränderung, da Anja Baße, die für den sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf im Bereich Sprache zuständig war, durch den Kollegen Jörg Tobaben ersetzt wurde, der von nun an jeweils an zwei Tagen zwei Stunden Sprachförderunterricht erteilte.

Wenige Wochen vor Schuljahresende hat uns leider unsere Lehreranwärterin Kyra Pechmann verlassen. Sie hatte gleich doppelten Grund zur Freude, denn zum einen hatte sie ihre 2. Lehrerprüfung mit der Traumnote 1,0 bestanden und zum anderen konnte sie in ihrem Wohnort Schiffdorf an der dortigen Grundschule sofort eine Planstelle übernehmen. Besser geht es nicht!

Recht überschaubar waren in diesem Jahr die optischen Veränderungen. „Was lange währt, wird endlich gut!“ Dieser häufig zitierte Satz trifft auch auf die nahezu unendliche Geschichte zum Thema Brennofen zu. Nachdem der Schulträger vor zwei Jahren den neuen Brennofen auf die Haushaltsliste gesetzt, ihn dann wegen erforderlicher Sparmaßnahmen zunächst gestrichen, nach Protesten durch die Schulleitung und den Schulausschuss dann aber in den Nachtragshaushalt aufgenommen hatte, der allerdings vom Landkreis nicht genehmigt wurde, was zu einer erneuten Verzögerung führte, wurde der Antrag erneuert und irgendwann die erforderlichen 8.000 € schließlich doch noch bewilligt. Zu allem Überfluss stellte sich heraus, dass die neue Technik mit den alten Vorrichtungen nicht kompatibel war, sodass noch ein neuer Abluftschacht erstellt werden musste, bevor unsere Werkfrauen endlich die ersten Töpferarbeiten mit ihren Schülerinnen und Schülern in Angriff nehmen konnten.

Da der gemeinsame Frontalunterricht inzwischen der Vergangenheit angehört, weil die Diskrepanz beim Arbeits- und Sozialverhalten in den Klassen immer größer wird, wurden zusätzliche Differenzierungsmöglichkeiten erforderlich. Nachdem im letzten Schuljahr bereits in der kleinen Pausenhalle zwei „Sockenzonen“ eingerichtet worden war, wurde diese Maßnahme nun auch auf die große Pausenhalle ausgedehnt und damit das Kontingent auf vier Bereiche erweitert, die sowohl für den differenzierenden Unterricht als auch „nur“ als Leseecke genutzt werden können.

Thema Nr. 1 in der Schulpolitik war nach wie vor die inklusive Schule. Zum Start des gemeinsamen Unterrichts von behinderten und nicht behinderten Kindern kündigte die Landesregierung an, für die kommenden vier Jahre 550 Millionen Euro für die Umsetzung der Inklusion zur Verfügung zu stellen, mit denen angeblich 1640 zusätzliche Lehrerstellen finanziert werden sollten. Das Problem war jedoch, dass es dafür gar nicht genügend ausgebildete Lehrkräfte gab, die die ihnen zugedachten Aufgaben übernehmen könnten.

An- bzw. aufgeregte Diskussionen wurden auch über die Ausstattung der Ganztagsschulen geführt. Da nach Meinung vieler Eltern die Ganztagsschulen eine Entlastung bei der Kinderbetreuung bewirken und zudem die Schülerinnen und Schüler  besser und gezielter gefördert werden können, forderten sie einen Ausbau der Ganztagsversorgung, während andere Eltern hingegen einen schwindenden Einfluss bei der Erziehung und eine mögliche Überlastung der Kinder befürchteten. Die Landesregierung plante, bis 2017 rund 260 Millionen Euro in das Ganztagsangebot zu investieren, musste aber eine bittere Pille schlucken, da sie wegen rechtswidriger Verträge mit Honorarkräften mit Nachzahlungsforderungen der Rentenversicherung in Millionenhöhe konfrontiert wurde, was letztendlich dazu führte, dass die meisten Ganztagsschulen einen Teil der Kosten übernehmen mussten und damit im folgenden Schuljahr weniger finanzielle Mittel zur Verfügung hatten.

Mehr als 5.000 Lehrerinnen und Lehrer protestierten gegen die Verlängerung der Arbeitszeit am Gymnasium und die Abstriche bei der Altersermäßigung. Die Unterrichtsverpflichtung der Gymnasiallehrkräfte sollte im kommenden Schuljahr von 23,5 auf 24,5 Stunden erhöht werden, wobei allerdings nicht berücksichtigt wurde, dass die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts einen zusätzlichen Zeitaufwand erzeugt. Außerdem wurde die „vorübergehend“ reduzierte Altersermäßigung für Lehrkräfte nicht – wie versprochen – wieder aufgehoben, sondern wegen der fehlenden Finanzmittel zum Dauerzustand erklärt. Auf diese Art und Weise wollte das Kultusministerium allein bei den Gymnasiallehrkräften insgesamt 80 Millionen Euro einsparen.

Veränderungen gab es auch bei der „Arbeitszeit“ der Schülerinnen und Schüler, denn das Ministerium kündigte an, das „Turbo-Abi“ zu kippen und zu einer neunjährigen Gymnasialzeit zurückzukehren. Damit war Niedersachsen das 1. Bundesland, das zum „G9“ zurückkehrte. Die Umstellung sollte mit dem Schuljahr 2015/16 für die dann gebildeten Klassen 5 bis 8 beginnen. „Wir geben den Schülerinnen und Schülern mehr Zeit zum Lernen und zum Leben“, versprach Kultusministerin Frauke Heiligenstadt.

Für große Aufregung sorgte die Ankündigung, dass die Busfahrten nach der 4. Stunde wegfallen sollen und einige Haltestellen nicht mehr angefahren werden. Wenn man weiß, dass der Landkreis Cuxhaven von der Fläche her fast so groß wie das Saarland ist, dann kann man sich leicht vorstellen, dass der Weg zur Schule für etliche Schülerinnen und Schüler naturgemäß weit ist. Nach der Satzung des Landkreises ist es zumutbar, dass die Kinder morgens und mittags bis zu einer Stunde im Bus sitzen sowie vor dem Unterricht maximal 30 Minuten bzw. nach dem Unterricht maximal 60 Minuten auf den Bus warten müssen. Weil die Zahl der Fahrschülerinnen und -schüler in den letzten zehn Jahren um ein Drittel gesunken war, sahen sich die Busunternehmen nun gezwungen den Schülertransport neu zu organisieren, um weiterhin wirtschaftlich arbeiten zu können. Da die Kinder nach dem Wegfall der Abfahrt nach der 4. Stunde jedoch beaufsichtigt werden müssten, wären somit zusätzliche Arbeitsstunden der Betreuungskräfte (pädagogischen Mitarbeiterinnen) erforderlich, deren Einsatz dann im „normalen“ Unterricht nicht mehr möglich wäre. Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Busunternehmen Giese ist es dem Schreiber dieser Chronik letztendlich gelungen, die Abfahrt nach der 4. Stunde zumindest für das kommende Schuljahr zu gewährleisten.

Durchgeführt und ausgewertet wurde eine Gefährdungsbeurteilung, zu der uns das Kultusministerium verpflichtet hatte. Im Bereich Gebäudesicherheit und -ausstattung gab es keine gravierenden Mängel, sodass nur ein paar kleine "kosmetische Operationen" erforderlich waren. Bei der allgemeinen psychosozialen Situation zeigte sich, dass die Erziehungsarbeit mittlerweile einen zu großen Anteil einnimmt und der eigentliche Unterricht bzw. die Unterrichtszeit dadurch zu kurz kommt. Erfreulich war hingegen, dass von allen Lehrkräften das Arbeitsklima als äußerst vertrauensvoll und freundlich eingeschätzt wird. Sehr positiv wurden zudem die Zusammenarbeit und die Mitgestaltungsmöglichkeiten bewertet.

Für mehr Aufregung sorgte die veränderte Dokumentation der individuellen Lernentwicklung, die zukünftig anhand von Kompetenzrastern erfolgen sollte. Für die sogenannten Hauptfächer müssten in allen Themenbereichen Fähigkeiten auf unterschiedlichen Niveaustufen überprüft und in regelmäßigen Abständen auf dafür vorgesehenen Formblättern detailliert dokumentiert werden Der daraus resultierende Arbeitsaufwand und der überdimensional ansteigende Papierverbrauch führten zu einem lebhaften Gespräch über Sinn und Zweck dieser Methode. Der Unmut des Kollegiums über den ausufernden „Papierkram“ konnte seitens der Elternvertreter sehr wohl nachempfunden werden. 

Für die diesjährige Theaterfahrt brauchten sich unsere Erst- und Zweitklässler nur für eine angenehm kurze Fahrt in den Bus nach Heyerhöfen setzen und schon begrüßte uns die Chefstewardess im kurzerhand zum Flugzeug erklärten Saal des Kulturhofs. Aufgrund der verschwundenen Monitore sah sich die Stewardess gezwungen, uns die als Unterhaltungsfilm angekündigte Geschichte des Schäfers Raul nachzuspielen. Flugs schlüpfte sie, durch einfache Requisiten angedeutet, in die verschiedensten Rollen.

Der Schäfer Raul - deutlich gemacht durch ein rotes Karohemd - begibt sich in die Stadt, um ein feiner Herr zu werden, trifft dort auf Barbara - zu erkennen an der vorgehaltenen gelben Handtasche. Raul geht einkaufen, doch die vermeintlich zurückgelassenen Schafe folgen ihm, sei es ins Kaufhaus, wo sie sich über ein Regal mit Lakritzschnecken hermachen, sei es in die U-Bahn oder auch in seine neue Wohnung, in der sie die Badewanne bewohnen und die Schnürsenkel seiner Schuhe mit Gras verwechseln. Was würde passieren, wenn die zum Essen eingeladene Barbara die mühsam versteckten Schafe entdeckt?

Die Solo-Schauspielerin Petra Jaeschke vom Theater Pina Luftikus entließ nach gut 45 Minuten großer Darstellungskunst inklusive Einbeziehung der Zuschauer eine begeisterte Schar Kinder aus dem gedachten Flugzeug. Leider war die Idee, die Geschichte des Schäfers Raul in den Erzählrahmen einer Flugreise einzubetten, nicht für alle Kinder deutlich geworden, ebenso die vielen schnellen Rollenwechsel. Deckenstapel, Kissenzipfel, rohe Schurwolle oder auch nur ein Taschentuch in einem Etui übernahmen die Rollen der oft schwer zu bändigenden Schafe. Auch hier griff die Maxime "Weniger ist mehr", erforderte aber viel Fantasie und gutes Zuhören von unseren jungen Schülerinnen und Schülern.

Nachdem die Theaterfahrt für unsere Erst- und Zweitklässler in diesem Jahr ausnahmsweise schon vor den Herbstferien stattgefunden hatte, machten sich nun wenige Wochen vor den Weihnachtsferien die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 und 4 auf den Weg ins Stadttheater Bremerhaven, wo "Der Räuber Hotzenplotz" aufgeführt werden sollte, ein Stück des deutschen Kinderbuchautors Otfried Preußler.

Kaum hatte sich der Vorhang geöffnet, schon machte sich Faszination im Publikum breit, denn das fantastische Bühnenbild war fast allein das Eintrittsgeld wert. Hinzu kam, dass die Schauspieler vor Spielfreude sprühten und so war es nicht verwunderlich, dass die Zuschauer schnell in den Bann des Geschehens gezogen wurden.
Insbesondere der böse Räuber Hotzenplotz hatte es den Kindern angetan, allerdings waren sie ihm nicht wohlgesinnt und versuchten deshalb durch Zwischenrufe Einfluss auf den Verlauf der Geschichte zu nehmen, was manchmal etwas störend wirkte.

Für viel Gelächter sorgte der fiese Zauberer Petrosilius Zwackelmann, denn sein Name wurde wiederholt verhunzt, worüber sich das Publikum köstlich amüsierte. Weniger amüsant war es, als Kasperl und Seppl gefangen genommen wurden, aber dank der Hilfe der guten Fee Amaryllis gab es schließlich doch ein gutes Ende und so bekam auch letztendlich Kasperls Großmutter ihre Kaffeemühle zurück, die dann "Alles neu macht der Mai" sogar zweistimmig spielte.

Da die Kasse des Schulelternrates nach verschiedenen Veranstaltungen so prall gefüllt war, dass sie kurz vor dem Überlaufen stand, wurde die Idee geboren, für alle Schülerinnen und Schüler ein T-Shirt mit dem Logo der GS Lunestedt anzuschaffen. Die frisch bedruckten Shirts wurden bei der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse an alle Kinder verteilt. Mit den T-Shirts sollte das Wir-Gefühl gesteigert werden und außerdem wollte der Schulelternrat zeigen, dass er stolz auf unsere Schule und deren Arbeit ist. Das Logo hatte die Kollegin Frauke Wöltjen im Jahr 2001 zum 100-jährigen Bestehen unserer Schule entworfen. Ab dem kommenden Schuljahr sollten alle Abc-Schützen ein T-Shirt zur Einschulung erhalten, das sie dann bei Schulveranstaltungen (Sportfest, Sommerfest, ...) tragen können.

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Mit einem bisher einmaligen Ergebnis endete die Teilnahme unserer Schule an der Mathematik-Olympiade in Niedersachsen (MONI). Diese Veranstaltung ist ein Einzelwettbewerb, der getrennt nach Klassenstufen verläuft und jährlich bundesweit angeboten wird. Der Schwierigkeitsgrad steigert sich in jeder Runde, wobei Aufgaben zu bearbeiten sind, die vor allem logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und den kreativen Umgang mit mathematischen Methoden erfordern. 

An der 1. Runde, die im November 2013 stattfand, nahmen mehr als 30.000 Kinder in ganz Niedersachsen teil. In unserer Schule gingen 20 Dritt- und 12 Viertklässler an den Start, von denen insgesamt 14 Kinder die 2. Runde erreichten, die im Februar 2014 durchgeführt wurde. Nach weiteren 90 anstrengenden Minuten hatten sich dann tatsächlich fünf Kinder für die 3. Runde, die Landesrunde, qualifiziert.

Damit aber nicht genug. Frauke Wöltjen, die die Veranstaltung an unserer Schule organisiert hatte, traute ihren Augen nicht, als sie die Ergebnisse der Landesrunde vom Mai 2014 sah, denn zwei unserer Schülerinnen hatten einen 3. Platz belegt, eine weitere war 2. Landessiegerin geworden und Miron Humbert, unser jüngster Teilnehmer, darf sich von nun an 1. Landessieger nennen.

Maike Weynand, die vor rund zehn Jahren unsere Schule besucht hatte, arbeitete seit fast einem Jahr in einem Waisenhaus in Ghana, wo sie sich im Rahmen ihres Freiwilligendienstes um 24 Waisenkinder kümmerte. Mit dem Erlös aus dem Spendenlauf sollte ein kleines Nebengebäude finanziert werden, das eine einfache Küche, einen Vorratsraum und einen Essensraum enthalten sollte. Die Vorbereitungen liefen bereits, wie man auf dem Foto sehen kann.

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Da die Kollegin Anja Koob in der Pausenhalle auf mehreren Stellwänden eine Ausstellung organisiert hatte und somit ausführliche Informationen  über das Spendenprojekt vorhanden waren, konnte man schon im Vorfeld des Laufes vermuten, dass die Motivation in diesem Jahr besonders hoch sein würde. Das Ergebnis übertraf jedoch alle Erwartungen um Längen, denn insgesamt wurden 3.700 Euro erlaufen - unser absolutes Rekordergebnis, an dem auch die zukünftigen Abc-Schützen aus den Kindergärten sowie die Seniorensportgruppe des TSV Lunestedt beteiligt waren.

Möglich wurde diese Summe aber auch, weil zahlreiche Helfer die Läuferinnen und Läufer immer wieder mit Erfrischungen versorgten. Es wurden Wassermelonen und Mineralwasser gereicht oder einfach eine kühle Dusche aus dem Gartenschlauch "spendiert". Wer sich nach dem Lauf stärken wollte, konnte sich an den Ständen des Schulelternrates mit einem abwechslungsreichen Frühstück neue Energie zuführen.

Zur Erholung trugen natürlich auch die Beschäftigungsangebote bei, die im Laufe des Vormittags ausprobiert werden konnten. Ganz schön ins Schwitzen kamen die "Mitarbeiter" des Tattoostudios, obwohl sie ihre Künste im Schatten eines großen Baumes demonstrierten. Umlagert waren auch die Stände, an denen es um Geschicklichkeit ging und dass die "Bude" mit der Wasserspritze ständig neue Interessenten anzog, versteht sich von selbst.

Nicht selbstverständlich, aber dafür sehr erfreulich, war wieder die Unterstützung durch die Elternschaft, denn ohne deren Hilfe, wäre der reibungslose Ablauf einer derartigen Veranstaltung nicht zu organisieren.

Drei Kinder mehr als im Vorjahr waren zu Beginn des Schuljahres 2014/15 in der Schülerstatistik zu finden. Trotz dieser geringfügigen Veränderung blieb die Anzahl der Klassen nicht gleich. Nachdem zum Ende des letzten Schuljahres 22 Viertklässler die Schule verlassen hatten, konnten nun 26 Erstklässler eingeschult werden. Da sich unter ihnen allerdings zwei sog. Inklusionskinder, die doppelt gezählt werden, befanden, lagen wir rechnerisch knapp über der Trenngrenze von 27, konnten somit zwei Klassen im Jahrgang 1 einrichten und waren dadurch wieder durchgängig zweizügig. Von den 57 Mädchen und 78 Jungen, die unsere Schule besuchten, kamen 10 aus Heerstedt, 29 aus Hollen und 96 aus Lunestedt.

Nicht ganz so „fett“ wie im Vorjahr sah unsere Unterrichtsversorgung aus. Die sagenhaften 108 Prozent waren nun Geschichte und dieses Mal schafften wir eine Punktlandung: 100,2 % wurden in der Statistik notiert und damit ging es uns besser als etlichen anderen Schulen. Außerdem konnten wir so hoffen, während des Schuljahres von „Abordnungen“ verschont zu bleiben, denn in Unkenntnis der neuen Situation hatte es bereits in den Ferien eine Anfrage aus der GS Beverstedt gegeben.

Durch die zusätzliche Klasse war natürlich eine weitere Lehrkraft erforderlich. Die neue Stelle war rechtzeitig vor den Sommerferien ausgeschrieben worden und unter allen Bewerberinnen fiel die Wahl einstimmig auf Myriam Steffens. Sie hatte den besten Eindruck hinterlassen und das nicht nur wegen der Eins, die auf dem Zeugnis der 2. Lehrerprüfung stand. Die Sprachförderung für Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf blieb weiterhin in den Händen von Förderschullehrer Jörg Tobaben, der uns an zwei Tagen in der Woche unterstützte. Da wir vor kurzer Zeit auch eine Schülerin mit Förderbedarf im Bereich geistige Entwicklung aufgenommen hatten, bekamen wir zusätzliche Unterstützung von der Förderschule am Wiesendamm in Bad Bederkesa. Der Kollege Manfred Upadeck kümmerte sich drei Stunden in der Woche um das Mädchen, was allerdings viel zu wenig war. Laut Erlass hatten wir Anspruch auf fünf Stunden, was immer noch sehr wenig gewesen wäre, aber da die Förderschule am Wiesendamm mit einer Unterrichtsversorgung von rund 80 % dramatisch unterversorgt war, konnten wir schon froh sein, überhaupt ein paar Stunden bekommen zu haben. Der Rest musste mit „Bordmitteln“ aufgefangen werden. 

Nachdem Kyra Pechmann im Sommer 2014 ihre 2. Lehrerprüfung äußerst erfolgreich bestanden und zum neuen Schuljahr eine Planstelle an der GS Schiffdorf erhalten hatte, waren wir ein halbes Jahr lang ohne Lehreranwärterin. Das änderte sich im Februar 2015, als mit Verena Mohrmann eine neue Kollegin an unsere Schule kam, wo sie in der Klasse 2a den Deutschunterricht und in der Klasse 3a den Religionsunterricht übernahm.

Die Baumaßnahmen waren in diesem Jahr recht überschaubar und wenig spektakulär. In den Sommerferien waren zwei Klassen- und zwei Gruppenräume renoviert worden, wobei die Maler im Erdgeschoss während ihrer Arbeit ein Fenster zum Lüften geöffnet hatten, das dann während des ganzen Wochenendes offen blieb, was so natürlich nicht geplant war. Zum Glück hatte niemand ein Interesse daran, Diktathefte oder andere Dinge aus der Schule zu entwenden, sodass dieser Fauxpas ohne Folgen blieb.

Geschlossen wurde dafür endlich das Loch in der Wand, das von der Entlüftung des alten Brennofens übrig geblieben war. Nachdem einige Witzbolde, vermutlich Schüler, damit begonnen hatten, von außen Äpfel durch die Öffnung zu rollen, schaffte der Bauhof es endlich, zunächst mittels eines Provisoriums, das Loch zu schließen und ein paar Wochen später tatsächlich fachgerecht zu vermauern. Ende gut – alles gut!

Nachdem es in den letzten Jahren im Schulgebäude einige „Verschönerungsaktionen“ gegeben hatte, war nun das Außengelände an der Reihe. Frau Bohlmann hatte mit ihrer 2a an einer Aktion der Naturfreunde-Jugend teilgenommen und dafür ein Heckenpaket bekommen. Da alle Schülerinnen und Schüler an der Bepflanzungsaktion teilnehmen sollten, die geschenkten 45 Sträucher aber nicht ausreichten, wurden aus dem Erlös des letzten Sponsorenlaufes weitere 100 Büsche beschafft. Marco Stelljes, der Vorsitzende unseres Schulelternrates, hatte sich eine Fräse geliehen und die Fläche vorbereitet, Familienmitglieder unserer Schülerinnen und Schüler stifteten Stroh zum Abdecken der bepflanzten Fläche und so konnten sich die Kinder trotz des schlechten Wetters mit Feuereifer an die Arbeit machen. Da es auch in den Folgetagen kräftig regnete, besteht die begründete Hoffnung, dass alle Pflanzen gut anwachsen werden.

An zwei Samstagen des 2. Halbjahres wurden die Pausenhallen in „Eigenregie“ verschönert. Eine Arbeitsgruppe, die aus einigen Vätern aus dem Schulvorstand sowie einem Teil des Kollegiums bestand, hat nicht nur das ehemalige Blumenfenster zum Pausenhof zu einer weiteren Sitzecke umgebaut, sondern auch noch mehrere Sitzbänke für die beliebten „Sockenzonen“ hergestellt, in die sich unsere „Lütten“ gerne zur Kleingruppenarbeit zurückziehen.

Außerdem wurde ein neues Logo entwickelt, das die Besucher mit dem bekannten Text „Grundschule Lunestedt – Lernen und wachsen unter dem Regenbogen“ nun über der Eingangstür der Schule begrüßt.

Unseren bisherigen Hausmeister werden wir in Zukunft ebenfalls nur noch als Gast begrüßen können. Horst Wranke hat im Sommer 2015 das Rentenalter erreicht und wird deshalb in den Ruhestand treten. Dadurch kommt es im nächsten Schuljahr zu einer völlig neuen Situation. Die Schulen werden zukünftig keinen „eigenen“ Hausmeister haben, sondern durch einen Hausmeisterpool betreut, der aus zwei Mitarbeitern besteht. Eine Person ist Heizungsexperte, die andere Elektrofachmann. Die Pflege des Schulhofes soll dann vom Bauhof geleistet werden, der jetzt schon überlastet ist. Da das Lubi-Bad mit Herrn Wranke gleichzeitig seinen Bademeister verliert, entfällt für die Schule die Nutzung des Schwimmbades, die für uns bisher äußerst praktisch war.

Ein Thema, das weiterhin im Mittelpunkt der (schul-)politischen Diskussion stand, war die Inklusion. Aus Sorge, auf den Kosten für die inklusive Schule sitzen zu bleiben, haben mehrere Gemeinden, Städte und Landkreise vor dem Staatsgerichtshof gegen das Land Niedersachsen geklagt. Dabei ging es unter anderem um die Finanzierung von Integrationshelfern, die behinderte Kinder im Unterricht begleiten. Grundlage war ein von den kommunalen spitzenverbänden in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten, wonach das Land verpflichtet ist, den Schulträgern die durch die inklusive Schule entstandenen Kosten auszugleichen. Für den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Handicap sind im Landeshaushalt in den kommenden vier Jahren 1640 zusätzliche Lehrerstellen vorgesehen. Die Kosten sollen rund 550 Millionen Euro betragen.

Ein zunehmendes Problem stellte die Neubesetzung von Rektorenstellen da. Im April 2014 waren 117 Grundschulen zwischen Harz und Küste ohne Schulleitung. Die Schulleiterstelle an der Grundschule Schwei in der Wesermarsch war zu diesem Zeitpunkt insgesamt 13 Mal ausgeschrieben worden – ohne Erfolg. Die Gründe für dieses Problem sind vielfältig. Die Aufgaben eines Rektors werden immer komplexer, aber die finanzielle Vergütung für die Mehrarbeit ist ausgeblieben. “Früher war es eine Auszeichnung, heute reibt sich der Schulleiter im Amt auf“, kommentierte der Sprecher des Verbandes Bildung und Erziehung die Situation.

Kurz vor Schuljahresende wurde ein neues Schulgesetz beschlossen, das für eine Menge Aufregung sorgte. Die wichtigste Änderung war nach Ansicht vieler Beobachter die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren und damit die Abschaffung des „Turbo-Abis“. „Gerechtigkeit für die Gesamtschule“ war ein weiterer zentraler Punkt des neuen Gesetzes. Die Gesamtschule wird nunmehr „ersetzende Schulform“, was bedeutet, dass Kreise und Städte auf Haupt- und Realschule, sowie Oberschulen und Gymnasien verzichten können und somit nicht mehr alle Schulformen des gegliederten Schulwesens vorhalten müssen. Außerdem entfällt künftig die sogenannte Schullaufbahnempfehlung der Grundschule, die mittels eines „Eignungsgutachtens“ den Eltern und Kindern einen schriftlichen Rat zum Besuch einer der weiterführenden Schulen erteilt hat. Stattdessen wird es zukünftig zwei Beratungsgespräche geben, die allerdings nicht verpflichtend sind.

Ein weiterer Paukenschlag folgte nur wenige Tage später. Das Oberverwaltungsgericht kippte die zusätzliche Unterrichtsstunde für Gymnasiallehrer und erklärte sie für verfassungswidrig. Damit war die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung von 23,5 auf 24,5 Stunden für die Lehrkräfte am Gymnasium unwirksam, was im Kultusministerium für allerhand Kopfzerbrechen sorgte. Das Streichen der Altersermäßigung beanstandete das Gericht hingegen nicht, da es sich hier um eine freiwillige Leistung des Landes handelte. Im Landeshaushalt fehlten nun etwa 40 Millionen Euro, da nach Aussagen der Kultusministerien Frauke Heiligenstadt rund 750 zusätzliche Lehrerstellen nötig sein werden.

Erfreute Gesichter gab es im Schulelternrat bei der Bekanntgabe der Ergebnisse aus der landesweiten Vergleichsarbeit (VERA) im Kompetenzbereich Leseverstehen. Während in ganz Niedersachsen durchschnittlich 19 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Kompetenzstufe 5, die höchste Stufe, erreicht hatten, waren es an unserer Schule sage und schreibe 36 Prozent – ein sensationelles Ergebnis. Bei den Kompetenzstufen 1 und 2, den Minimalanforderungen, waren unsere Kinder mit 25 Prozent vertreten, während es landesweit 36 Prozent waren. Auch das ist ein erfreuliches Resultat.

Ebenso erfreulich waren die Zahlen der Schullaufbahnempfehlung, die – wie oben erwähnt – historischen Charakter hatten. Nach den schon äußerst positiven Ergebnissen der „Trendkonferenzen“ im Frühjahr wurden nun alle Erwartungen übertroffen. 43 % unserer Schülerinnen und Schüler hatten eine Gymnasialempfehlung erhalten, 41 % eine Empfehlung für die Realschule und 16 % eine Hauptschulempfehlung.

 „Wie der Dreschflegel tanzt“ – unter dieser Überschrift berichtete die Nordsee-Zeitung über das Projekt „Vom Korn zum Brot“, das unsere beiden vierten Klassen mit Unterstützung durch den Heimatverein Beverstedt und den Lanz-Bulldog-Club durchführten. Zwei Erntewagen fuhren auf den Hof unserer „Nachbarn“ Jürgen und Ingrid Bullwinkel, beladen mit über 600 Roggengarben, die in „Handarbeit“ mit mehreren Dreschflegeln von den Kindern bearbeitet wurden. Das ausgedroschene Getreide wurde anschließend zusammengefegt und die Halme aussortiert. Weiter ging es an der Windfege, wo die leichten Halme und die Spreu verwehen sollten, während die Körner durch die siebe auf eine schräge Ebene fielen, an deren Ende das saubere Getreide in Säcke geschüttet werden konnte. Zwei Tage später wurde es dann in der Deelbrügger Mühle gemahlen und am Ende gingen alle Kinder mit einem kleinen Beutel Mehl nach Hause. Eine Woche später folgte dann der Abschluss des Projektes. Die Schülerinnen und Schüler konnten im Steinbackofen am Heimathaus Wachholz „ihr Brot“ backen und es anschließend in einer Leinentasche mit nach Hause nehmen.

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Vor etwa einem Jahr hatte Maike Weynand Lunestedt verlassen, um in Ghana als Freiwillige in einem Waisenhaus zu arbeiten. Nun war sie wieder zurück - mit vielen Eindrücken und Erfahrungen. Mit ihrem Besuch in unserer Schule wurden gleich zwei Ziele verfolgt. Zum einen wollte sie sich bei unseren Schülerinnen und Schülern persönlich für die Spende bedanken, die im Rahmen des Sommerfestes erlaufen worden war und zum Bau einer Küche für das Waisenhaus in Akwatia beigetragen hatte. Zum anderen sollten die Kinder einen Einblick in das Leben in Ghana erhalten, denn nach wie vor kursieren in der Öffentlichkeit viele Vorurteile über die Armut in Afrika.

Maike hatte viele Fotos auf ihrem Laptop mitgebracht, mit deren Hilfe sie den Ablauf eines Tages im Waisenhaus darstellte, allerdings immer wieder durch zahlreiche Zwischenfragen der interessierten Schülerinnen und Schüler unterbrochen wurde.

Da es in Ghana abends schon sehr früh dunkel wird, müssen die Menschen dort entsprechend früh aufstehen. Morgens um sechs, vor dem Frühstück, wird erst einmal Wasser aus dem Brunnen geholt, das unter anderem auch zum Duschen benutzt wird, indem man aus einem großen Eimer mit einem kleinen Eimer Wasser schöpft und es sich dann über den Körper gießt.

Erstaunt waren unsere Schülerinnen und Schüler auch, als sie hörten, dass es im Waisenhaus nur acht Betten gibt, obwohl dort 24 Kinder leben. Wer kein Bett hat, muss folglich auf einer Matte auf dem Fußboden schlafen. Trotz allem ist Ghana aber ein Land mit guter Infrastruktur, denn dort gibt es beispielsweise nicht nur viele Krankenhäuser, sondern es existiert auch die Schulpflicht, was viele Europäer gar nicht wissen.

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Nach einer Pause begann der aktive Teil des Vormittags für etliche Kinder. Zunächst zeigte Maike einige Kreisspiele, bei denen sich die Jungen und Mädchen mit viel Begeisterung singend und tanzend durch die Pausenhalle bewegten. Außerdem wurde gezeigt, wie man schwere Lasten, beispielsweise einen Wassereimer, mit aufrechtem Gang auf dem Kopf nach Hause trägt. Um Überschwemmungen in der Pausenhalle zu vermeiden, wurde diese Übung allerdings mit Jonglierbällen durchgeführt, die zudem auch noch erheblich leichter sind. Mit einer Abschiedszeremonie, bei der sich alle an den Händen fassten und mit einem einheimischen Ruf gegenseitig Segen wünschten, endete schließlich unser "Ghana-Tag".

Nach dem erfolgreichen Projekt rund um das Getreide, das die Klassen 4a und 4b in den letzten zwei Schuljahren durchgeführt hatten, starteten im April 2015 die beiden 2. Klassen – wieder mit Unterstützung des Beverstedter Heimatvereins – das Projekt „Die tolle Knolle – vom Acker auf den Tisch.“ Otto Bischoff hatte seinen Acker am hinteren Ende des Gewerbekamps zur Verfügung gestellt. Dort wurden ungefähr 2000 Quadratmeter mit einem Pferdegespann und einem historischen Trecker gepflügt und anschließend 340 Kilogramm Kartoffeln in 10 Reihen gepflanzt. Danach hieß es, geduldig zu sein, denn die Ernte kannst erst im Herbst des nächsten Schuljahres eingeholt werden.

Während im letzten Schuljahr die Jungen noch klar in der Überzahl (78 Jungen, 57 Mädchen) waren, so hat sich in diesem Jahr das Verhältnis zugunsten der Mädchen (66 Jungen, 70 Mädchen) gedreht. Die Gesamtschülerzahl hat sich hingegen kaum verändert, denn im Schuljahr 2015/16 war nur ein Name mehr als im Vorjahr in der Statistik zu finden. Gestiegen ist allerdings die Zahl der Erstklässler, denn nach 26 Abc-Schützen aus dem Vorjahr wurde im diesem Jahr mit 40 Schülerinnen und Schülern letztmalig ein richtig „starker“ Jahrgang eingeschult. Nach den Prognosen für die nächsten Jahre, werden wir diesen Wert (zumindest vorläufig) nicht wieder reichen.

 Eine geringfügige Verbesserung gab es bei der Unterrichtsversorgung, die mit 102 Prozent knapp über dem Landesdurchschnitt lag. Weniger erfreulich war die Tatsache, dass uns der Kollege Jörg Tobaben, der bisher für die Sprachförderung zuständig war, abgezogen wurde. Da die Lehrerversorgung in den Förderschulen katastrophal war, weil für diesen Bereich keine ausgebildeten Fachlehrkräfte zu finden waren, sah sich die Landesschulbehörde gezwungen, den sonderpädagogischen Förderbedarf in den Bereichen Sprache, Lernen sowie soziale und emotionale Entwicklung teilweise auf die Grundschullehrkräfte abzuwälzen, die für eine derartige Tätigkeit aber gar nicht ausgebildet waren und somit gezwungen wurden, sich in den neuen Aufgabenbereich einzuarbeiten.

Dass das Land Niedersachsen auf diese Art und Weise eine Menge Geld spart, weil Förderschullehrkräfte höher besoldet werden als Kolleginnen und Kollegen aus der Grundschule, sei hier nur am Rande erwähnt. Schlimmer ist, dass auf der einen Seite die Inklusion vorangetrieben werden soll, auf der anderen Seite dafür aber die nötigen Rahmenbedingungen fehlen.

Erhalten blieb uns immerhin der Kollege Manfred Upadeck, der sich an zwei Tagen in der Woche jeweils zwei Stunden lang um eine Schülerin kümmern konnte, bei der sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung bestand. Ob wir diesen „Luxus“ während des ganzen Schuljahres genießen können, wird sich zeigen, denn die Unterrichtsversorgung in der Förderschule in Bad Bederkesa lag zu Schuljahresbeginn bei rund 75 Prozent, sodass der dortige Schulleiter gezwungen war, den Unterricht um zwei Wochenstunden zu kürzen.

Zum Schuljahresende mussten wir uns dann doch von einer Kollegin trennen, wenngleich der Grund ein erfreulicher war. Unsere Lehreranwärterin Verena Mohrmann hatte ihre 2. Lehrerprüfung mit einem hervorragenden Ergebnis bestanden, konnte aber leider nicht länger an unserer Schule bleiben, da unsere Unterrichtsversorgung zu gut war. Zum Glück hat sie schon vor Schuljahresende die Zusage erhalten, dass sie mit Beginn des Schuljahres 2016/17 eine Anstellung an der Grundschule in Drangstedt-Elmlohe erhalten wird, sodass ihr der Abschied ein wenig versüßt wurde.

Die ersten Baumaßnahmen – sowohl in als auch vor der Schule – wurden bereits in den Sommerferien durchgeführt. Da für einen Schüler der 3. Klasse sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf im Bereich Hören festgestellt worden war, wurden Schalldämmungsmaßnahmen erforderlich. Ein Klassenraum wurde mit schallschluckendem Teppichboden ausgelegt und zusätzlich wurden Absorberplatten aus Styropor an der Decke und den Wänden befestigt. Für diese Baumaßnahme musste der Schulträger zwar insgesamt 8.000 € ausgeben, aber das Geld war gut angelegt, denn von dem Umbau profitierte nicht nur unser Inklusionskind, sondern auch die Mitschülerinnen und Mitschüler sowie die Lehrkräfte, deren Stimmen durch die bessere Akustik nun erheblich geschont wurden. Da der Schulträger vom Land Niedersachsen jährlich pro Grundschüler 17 € für Inklusionsmaßnahmen erhält, in der Gemeinde Beverstedt derzeit rund 500 Schülerinnen und Schüler die Grundschulen besuchen, unter denen sich mehr als 20 Inklusionskinder befinden, bekommt die Bauabteilung der Gemeinde die komplette Investitionssumme zurück. Neudeutsch nennt man das eine Win-win-Situation.

Vor der Schule sah es gegen Ende der Ferien aus, als solle eine U-Bahn-Station gebaut werden. Rund um das Gebäude wurden tiefe Schächte ausgehoben, weil sämtliche Fall- und Kanalgrundrohre ausgetauscht werden musste. Nachdem es seit geraumer Zeit Probleme mit dem Regenwasser gegeben hatte und auch die Reinigung der Dachrinnen zu keiner Verbesserung geführt hatte, wurden die Abwasserrohre überprüft und dabei stellt sich heraus, dass einige von ihnen geplatzt waren und etliche Baumwurzeln diese Gelegenheit nun dazu nutzten, sich mit Frischwasser zu versorgen, was letztendlich zu einer Verstopfung geführt hatte. Zehn Tage lang war eine Firma damit beschäftigt, die komplette Abwasserentsorgung zu erneuern und dabei wurden nicht nur die Rohre ausgetauscht, sondern auch noch von einem Baggerfahrer das Telefonkabel zerlegt, was gleichzeitig dazu führte, dass die Internetverbindung unterbrochen war. Damit aber nicht genug. Der übermotivierte Baggerfahrer hatte in seinem Übereifer sämtliche Pflanzen, die die Kollegin Bohlmann wenige Wochen vorher vor der Schule mühsam eingepflanzt hatte, entsorgt und auch die Bäume, die im Vorjahr vor den Fenstern der Erstklässler gepflanzt worden waren, wurden zu Schuljahresbeginn nicht mehr gesehen. Auf Rückfrage teilte das Bauunternehmen mit, dass es den Auftrag hatte, die alten Rohre zu entfernen – von Rücksichtnahme auf Pflanzen und Bäume stehe nichts im Vertrag. Zum Glück hat sich die Gemeinde bereit erklärt, eine „Ausgleichsbepflanzung“ vorzunehmen und so konnten sich die Gemüter wieder einigermaßen beruhigen.

Wenn es schon keine neuen Lehrkräfte im Kollegium gab, dann musste eben ein neuer Mitarbeiter eingestellt werden. Am 1. September nahm unser neuer Servicetechniker (früher nannte man ihn Hausmeister) seinen Dienst auf. Gerd Sasse trat damit die Nachfolge von Horst Wranke an, der im Sommer in Rente gegangen war. Zwar beabsichtigt die Gemeinde, einen Hausmeisterpool einzurichten, der aus einem Elektrofachmann und einem Heizungsexperten bestehen soll, aber da die Hausmeisterin der Grundschule Bokel erst in zwei Jahren in den Ruhestand treten wird, wurde Herr Sasse zunächst an unserer Schule „stationiert“. Da er mit voller Stundenzahl eingestellt wurde, hat das für uns (zunächst) den Vorteil, dass er während des ganzen Schultages und auch noch danach anwesend ist und somit viel mehr schaffen kann als sein Vorgänger, der vormittags Hausmeister und nachmittags Bademeister war.

Kleine Ursache – große Wirkung. Dieser bekannte Spruch war vor den Osterferien in der Schule häufiger zu hören. Da die Internetleitung im Verwaltungstrakt mit „schlappen“ 2 Mbit/s für die intensive Nutzung inzwischen zu langsam geworden war, der örtliche Versorger (EWE) aber keine schnellere Leitung zur Verfügung stellen konnte oder wollte, bekam die Telekom den Auftrag, eine Leitung mit 25 Mbit/s einzurichten. Leider hatte die zuständige Sachbearbeiterin im Rathaus den genialen Einfall, den alten Vertrag schon zu kündigen, ohne einen Bereitstellungstermin der Telekom zu haben, worüber in der Schule aber niemand informiert wurde.

So kam, was kommen musste: Mit Beginn des Monats März war plötzlich die Telefonleitung unterbrochen und wir konnten weder anrufen noch angerufen werden, was unserer Sekretärin arg zu schaffen machte. Also musste improvisiert werden und so holte der Schulleiter sein uraltes Handy aus der Schublade, bestückte es mit einer Prepaidkarte und teilte den Eltern die „Notfallnummer“ mit, verbunden mit dem Hinweis, dass Mitteilungen auch über das Kontaktformular auf der Homepage möglich sind. Kaum war die Eltern-Info verteilt, wurde auch der Internetanschluss in der Schule gekappt, was dazu führte, dass die E-Mails erst am Nachmittag auf dem privaten Rechner abgerufen und ggf. ausgedruckt werden konnten. Viel schlimmer war allerdings, dass die meisten Außenstehenden nichts von dem Notstand wussten, was dazu führte, dass sie immer wieder verzweifelt und trotzdem erfolglos versuchten, Kontakt zu uns aufzunehmen. Die Osterferien, die Mitte März auf dem Kalender standen, sorgten dann zunächst für etwas Ruhe. Wer allerdings glaubte, das Problem sei nach den Ferien gelöst, der sah sich getäuscht. Die EWE gab sich größte Mühe der Telekom möglichst große Knüppel zwischen die Beine zu werfen, sodass übergangsweise eine provisorische Festnetznummer eingerichtet werden musste. Mitte Juni waren dann endlich alle angeblichen „Missverständnisse“ beseitigt und nach mehr als drei Monaten war die Schule wieder unter ihrer alten Telefonnummer erreichbar.

Damit war das Drama aber noch nicht vorbei, denn nun funktionierte die Alarmanlage plötzlich nicht mehr, die an den alten ISDN-Anschluss gekoppelt war. Mit der neuen VoIP-Technik (Voice over IP) – der Internettelefonie – war die Anlage nicht kompatibel und so ging die unendliche Geschichte in die nächste Runde. Die Firma, die die Alarmanlage installiert hatte, musste neue Hardware besorgen und einbauen, was den Schulträger mehr als 1000 € kostete. Die Arbeiten wurden in den Sommerferien durchgeführt und da kein Einbrecher wusste, dass die Schule mehrere Monate lang ungesichert war, hieß es nach fast einem halben Jahr: Ende gut – alles gut.

„Neues Abitur, alter Streit“ – unter dieser Überschrift veröffentlichte die Nordsee-Zeitung Ende August 2015 einen Artikel über die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren. Niedersachsen war das erste Bundeland, das diesen „Rückschritt“ vollzog und prompt nutzte die oppositionelle CDU die Gelegenheit der Kultusministerien Frauke Heiligenstadt (SPD) vorzuwerfen, die Umstellung sei überhastet und schlecht vorbereitet durchgeführt worden. Die Regierungspartei hingegen nannte die Rückkehr zum alten System „einen überfälligen Schritt zum Wohl von Schülern und Lehrern“, da der Stress am Gymnasium in den letzten Jahren enorm zugenommen habe.

Kontrovers diskutiert wurde auch die Situation der Flüchtlingskinder in den Kindergärten und Schulen. Angesichts von bis zu 40.000 schulpflichtigen Flüchtlingen in Niedersachsen müssten nach Ansicht der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) mindestens 2.000 neue Lehrer und Pädagogen eingestellt werden. GEW-Chef Eberhard Brandt bezifferte die Kosten auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Seiner Meinung nach sei durchaus genügend Personal auf dem Markt, um die erforderlichen Stellen zeitnah besetzen zu können. An unserer Schule wurde im Dezember 2015 das erste Flüchtlingskind aufgenommen. Das irakische Mädchen lebte zusammen mit einem Cousin und einem weiteren unbegleiteten Minderjährigen als Pflegekind bei einer deutschen Familie in Lunestedt und besuchte die 4. Klasse, wo sie mit „Bordmitteln“ gefördert wurde und so gute Fortschritte machte, dass sie am Schuljahresende auf das Gymnasium wechselte. Eine syrische Familie die im Frühjahr 2016 nach Lunestedt gezogen war, blieb nur wenige Wochen im Ort, sodass uns auch die drei Söhne, die kurzzeitig die 1., die 3. und die 4. Klasse besuchten, schon bald wieder verließen.

Seit dem 1. Juni 2016 können Niedersachsens Grundschulen in den Zeugnissen auf Noten verzichten und stattdessen individuelle Lernentwicklungsberichte erstellen. Die Opposition im Landtag kritisierte den neuen erlass scharf. „Rot-Grün schafft den Leistungsgedanken ab“, sagte CDU-Schulexperte Kai Seefried. Die Noten seien für Eltern eine hilfreiche Richtschnur, um zu entscheiden, welche Schulform ihr Kind besuchen soll. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt ist hingegen der Meinung, dass der Zeugniserlass die Noten nicht abschafft, sondern den Grundschulen, die mit einem besonderen pädagogischen Konzept arbeiten, mehr Gestaltungsspielräume geschaffen werden. Geteilt waren auch die Meinungen in den Schulen. Während die Befürworter der Lernentwicklungsberichte darauf hinwiesen, dass Textzeugnisse durch positive Formulierungen Mut machen können, sich weiterhin anzustrengen und damit auch das Durchhaltevermögen gerade der Kinder unterstützen, denen das Lernen schwerfällt, betonten die Gegner, dass es im Leben immer um Leistung geht und Schulnoten auf einen Blick zeigen, wo es läuft und wo es hapert.

Während unsere Schülerinnen und Schüler ihren vorletzten Ferientag genießen konnten, saß das komplette Kollegium samt Sekretärin und den pädagogischen Mitarbeiterinnen am 1. September 2015 schon am frühen Morgen in der Pausenhalle, um an einer schulinternen Lehrerfortbildung teilzunehmen. Peter Döscher, der ehemalige Polizeihauptkommissar der Stadt Cuxhaven, der schon seit vielen Jahren Fortbildungsveranstaltungen zur Gewaltprävention durchführt, war für einen Tag engagiert worden, um mit uns am Thema „Umgang mit Kindern mit herausforderndem Verhalten“ zu arbeiten. Da die Zahl der verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schüler – wie sie früher genannt wurden – ständig zunimmt und damit auch die Unterrichtsarbeit zunehmend gestört wird, war es uns wichtig, nicht nur theoretische Grundlagen zum Verständnis aufzuarbeiten, sondern vor allen Dingen auch praktische Tipps und Verhaltensregeln für den Alltag zu bekommen. Dank Peter Döschers humorvoller Art auf der einen und seiner profunden Kenntnisse der Materie auf der anderen Seite, verging der Tag wie im Nu. Mit vielen neuen Ideen und Verhaltensmustern im Kopf waren sich am späten Nachmittag alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig, dass unser Referent sein Geld mehr als wert war. Dass er zudem auch noch ein guter Fotograf ist, beweist das nachfolgende „Familienfoto“.

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hinten, v. l. n. r.: N. Wendelken, F. Wöltjen, M. Novara, S. Windhorst, C. Kaschorek, B. Kudlik, M. Witte, M. Steffens und K. Schwandt,
vorne, v. l. n. r.: E. Riesenbeck, A. Redeker, D. Henken, S. Dietrich, V. Mohrmann, B. Bohlmann und A. Koob

Es war mittlerweile die 33. Autorenbegegnung, die am 07. 10. 2015 in Kooperation mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis in unserer Schule stattfand, aber so groß wie in diesem Jahr war die Begeisterung noch nie – sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch bei den Lehrkräften.

Wolfram Eicke ist gelernter Journalist und tritt seit rund 30 Jahren als Liedermacher, Jugendbuchautor und Kabarettist auf. Er sieht sich allerdings nicht nur als Autor und Musiker, sondern auch als "Anreger und Phantasie-Wachkitzler", der seine Lesungen mit Liedern zur Gitarre ergänzt. Seine Themen sind Mut, Lebensfreude und Kreativität.

Nach der Begrüßung durften sich zunächst die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen namentlich vorstellen, bevor unser Gast ein paar persönliche Informationen preisgab und dabei auch verriet, woher sein Geld kommt und wohin er seine Geschichten schickt.

Zu seinen bekanntesten Werken zählt das Musical "Der kleine Tag", das ursprünglich nur eine einfache Geschichte war, dann aber zusammen mit Rolf Zuckowski und Hans Niehaus zu einem Musical erweitert wurde. Da einige unserer Schülerinnen und Schüler sein Werk bereits kannten, war Eicke natürlich besonders erfreut.

Seine Begeisterungsfähigkeit hatte sich ohnehin binnen kurzer Zeit auf die Zuhörer übertragen. Ob er Textpassagen vortrug oder mit den Kindern ein Lied sang und dieses auf der Gitarre begleitete, er zog das Publikum immer wieder in seinen Bann, was auch daran lag, dass er sehr "anschaulich" las und dabei äußerst variabel mit seiner Stimme und seiner Mimik spielte.

Staunende Gesichter gab es zu sehen, als Wolfram Eicke zur Einstimmung auf einen Abenteuerroman durch die Klasse ging und dabei mit Magnesiumstaub ein Feuer entzündete, das man zum Überleben in der Wildnis benötigt. Anschließend verriet er den Zuhörern ein weiteres Geheimnis seiner Arbeit. Eicke gönnt sich Zeiten der Langeweile – ganz ohne Medien. Allerdings erfordert es seiner Meinung nach eine Menge Mut, mit seinen Gedanken allein zu sein. "Nur Feiglinge setzen sich ständig vor den Computer oder den Fernseher."

Da Wolfram Eicke immer versucht, Familiengeschichten zu kürzen oder zu verdichten, bezeichnet er sich gerne als "Dichter", wie er mit einem Augenzwinkern verriet. Auch seine Zuhörer versuchte er zum Schreiben zu animieren. Nach einer Passage aus "Der gefesselte Schatten" fragte er plötzlich: "Was erlebt Ingo wohl in der Höhle? Wie geht es weiter?" Dann ermunterte er die Schülerinnen und Schüler dazu, eine "eigene Fortsetzung" auf seiner Homepage zu veröffentlichen.

Als auch die Frage "Wo kommt der Dreck unter den Fingernägeln her?" geklärt worden war, wollte Wolfram Eicke seine Lesung bei den Viertklässlern beenden und stattdessen die Klassen 3a und 3b aufsuchen, aber daraus wurde (zunächst) nichts, denn seine Zuhörer forderten nachdrücklich eine Zugabe. Der Autor suchte sich spontan ein paar Namen und Begriffe aus dem Umfeld und machte daraus einen "Klassenraum-Rap", der ein letztes Mal für Begeisterung sorgte.

Nach einem "dicken Lob" für das aufmerksame Zuhören und die gesangliche Unterstützung machte sich der sichtlich zufriedene "Dichter" auf den Weg zu den Drittklässlern, die schon gespannt auf ihn warteten.

Vor den Sommerferien hatten unsere Schülerinnen und Schüler beim Sponsorenlauf "Kinder laufen für Kinder" rund 4.000 € an Spenden gesammelt. In Form eines überdimensionalen Schecks wurden davon 2.500 Euro an Heike Rohloff und Friedhelm Stege vom Verein "Hilfe zur Selbsthilfe in Osteuropa" überreicht. Dabei handelt es sich um einen gemeinnützigen Verein aus Beverstedt, der seit fast 20 Jahren dafür sorgt, dass alle zwei Jahre jeweils 25 Kinder aus Weißrussland und dem Gebiet um Tschernobyl, wo sich im April 1986 eine Reaktorkatastrophe ereignete, nach Beverstedt bzw. in das Schullandheim nach Bokel kommen, um sich dort zu erholen. Für die gesamte Aktion werden jedes Mal rund 18.000 € benötigt. Damit werden sowohl An- und Abreise als auch Unterkunft, Verpflegung und Ausflüge finanziert. Da der nächste Besuch im kommenden Sommer ansteht, waren die beiden Vereinsmitglieder über die Höhe der Spendensumme natürlich besonders erfreut.

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Nachdem Heike Rohloff unseren Schülerinnen und Schülern einen Einblick in den Ablauf des Aufenthaltes vermittelt hatte, erläuterte Kassenwart Friedhelm Stege die erforderlichen Ausgaben und die Verwendung des gespendeten Geldes. Einen besonderen Applaus bekamen dann unsere Schülerinnen und Schüler, die mit ihrem großartigen Einsatz die enorme Spende ermöglicht hatten.

Eine traurige Nachricht erreichte uns mitten in den Sommerferien. Klaus Dieckmann, unser ehemaliger Schulleiter, war am 15. Juli im Alter von 81 Jahren verstorben. Nach seiner mehrjährigen Tätigkeit als Konrektor hatte er am 1. Februar 1972 die Leitung der GS Lunestedt übernommen, an der er dann bis zum 31. Juli 1997 als Rektor tätig war.

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Zwar wurden zu Beginn des Schuljahres 2016/17 insgesamt 35 Abc-Schützen eingeschult, aber trotzdem lag die Gesamtschülerzahl mit 127 Kindern auf einem historischen Tiefststand. Wenn man bedenkt, dass im Schuljahr 2005/06 noch 203 Schülerinnen und Schüler unsere Schule besucht haben, so ergibt sich daraus ein Rückgang der Gesamtschülerzahl von mehr als einem Drittel innerhalb von 11 Jahren. Wie schon im Vorjahr, so waren auch dieses Mal wieder mehr Mädchen (66) als Jungen (61) in der Statistik zu finden. 87 Schülerinnen und Schüler wohnten in Lunestedt, 29 in Hollen und nur noch sechs kamen aus Heerstedt.

Erfreulich sah es hingegen bei der Unterrichtsversorgung aus, denn mit 103,5 % lagen wir zu Schuljahresbeginn deutlich über dem Landesdurchschnitt, der knapp unter 100 % notiert wurde. Da die Lehrerversorgung in den Förderschulen nach wie vor katastrophal war, weil für diesen Bereich keine ausgebildeten Fachlehrkräfte zu finden waren, sah sich die Landesschulbehörde erneut gezwungen, den sonderpädagogischen Förderbedarf in den Bereichen Sprache, Lernen sowie soziale und emotionale Entwicklung teilweise auf die Grundschullehrkräfte abzuwälzen, die für eine derartige Tätigkeit aber gar nicht ausgebildet waren und somit gezwungen wurden, sich in den neuen Aufgabenbereich einzuarbeiten. Der einzige Förderschulkollege mit entsprechender Ausbildung, Manfred Upadeck, verließ uns pünktlich zu den Herbstferien, da unsere Schülerin mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung im Oktober umziehen wollte und damit „ihre“ Förderstunden an die neue Schule verlagert wurden.

Zum 1. Februar wurde unsere ohnehin schon gute Unterrichtsversorgung noch besser, da Julia Hildebrandt aus Sellstedt als neue Lehreranwärterin ihren Dienst bei uns aufnahm. Sie übernahm den Deutschunterricht in der Klasse 2a und erteilte zudem den Englischunterricht in der 3a und der 4a. Somit lag die Versorgung bei üppigen 107 %, was uns ein paar zusätzliche Förderstunden bzw. Doppelbesetzungen ermöglichte.

Die ersten Baumaßnahmen wurden in diesem Schuljahr nicht in der Schule, sondern nebenan auf dem Gelände zwischen Schulgebäude und Feuerwehr durchgeführt. Weil dort eine Kita, bestehend aus Krippe und Hort, entstehen sollte, mussten allerdings vorher die vielen Büsche, die dort zwei Jahre zuvor von den 2. Klassen angepflanzt worden waren, leider umgepflanzt werden, was für viel Unmut sorgte.

Nicht weniger ärgerlich war die lange Wartezeit bezüglich der Beleuchtung für unseren Fahrradparkplatz. Da die Straßenbeleuchtung in der dunklen Jahreszeit nur wenig Licht auf den Abstellplatz warf, wurde im Herbst eine zusätzliche Laterne beantragt, die an zentraler Stelle zwischen den Fahrrädern aufgestellt werden sollte. Von der Bestellung bis zur Aufstellung dauerte es sage und schreibe beinahe ein halbes Jahr und dass uns dann endlich Anfang April im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht aufging, ist wirklich kein Aprilscherz. Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass es zu diesem Zeitpunkt morgens bereits so hell war, dass eine Beleuchtung zunächst nicht mehr benötigt wurde. Nun darf die Laterne warten, bis es Herbst wird, ehe sie unsere Kinder und deren Eltern erfreuen kann.

Eine Überraschung erlebten unsere Schülerinnen und Schüler etwa zwei Monate vor den Sommerferien. Seit geraumer Zeit war immer wieder auf den maroden Zustand der Spielgeräte auf dem Pausenhof hingewiesen worden. Nach einem Wechsel im Zuständigkeitsbereich des Schulträgers hatte plötzlich jemand den Ernst der Lage erkannt und deshalb wurden innerhalb von zwei Tagen sämtliche Spielgeräte ausgegraben und entsorgt. Da Haushaltsmittel normalerweise ein Jahr im Voraus beantragt werden müssen, hätten unsere Kinder für den Rest des Jahres ohne Klettergerüst etc. auskommen müssen. Zum Glück standen Gelder für den Kita- und Hortneubau zur Verfügung, die „umgeleitet“ werden konnten und so war es nach langen Diskussionen und mit viel Überzeugungsarbeit möglich, den Pausenhof neu auszustatten. Prunkstück der Spielgeräte wird eine Pyramide sein, die 6,50 m hoch ist und den Kindern viele Möglichkeiten zum Hangeln und Klettern bietet. Die Anschaffung der Kletterpyramide wurde nur möglich, weil sich ein paar Väter bereit erklärt hatten, das Auskoffern des Erdreiches und den Abtransport des Bodens zu übernehmen, was zu erheblichen finanziellen Einsparungen führte.

Mehr als sparsam zeigte sich auch das Kultusministerium, denn viele Lehrerinnen und Lehrer in Niedersachsen leisten unbezahlte Überstunden und sind völlig überlastet. Nach einer Langzeitstudie der Universität Göttingen arbeiten beispielsweise die Gymnasiallehrer durchschnittlich mehr als 49 Stunden pro Woche. Bei landesweit 50.000 unbezahlten Überstunden in jeder Schulwoche schlagen auf ein Jahr hochgerechnet rund zwei Millionen Stunden zu Buche. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) nannte die Erhebung „einen wichtigen Beitrag für die Diskussion um die Arbeitszeit der Lehrkräfte“, ob daraus Konsequenzen gezogen werden, steht jedoch auf einem anderen Blatt.

Rückläufig war hingegen die Unterrichtsversorgung, die um 1,5 Prozentpunkte auf 98 Prozent im Landesdurchschnitt gesunken ist. Gründe für die schlechte Versorgung waren die ungeplanten Zugänge von Flüchtlingskindern und vor allen Dingen der Mangel an ausgebildeten Lehrkräften, der sich durch den steigenden Bedarf an den Ganztagsschulen und dem notwendigen Zusatzbedarf für die Inklusion besonders bemerkbar machte. Von den 2.700 Stellen, die zu Schuljahresbeginn frei waren, konnten längst nicht alle besetzt werden. Allein im „Cuxland“ waren zu Schuljahresbeginn von den 54 Stellen für Grund-, Haupt-, Real-, Ober- und Förderschulen noch 28 Planstellen unbesetzt.

Mit einem „17-Punkte-Aktionsplan“ wollte das Land gegensteuern. „Quereinsteigern“ wurden unbefristete Verträge oder ein Referendariat in Aussicht gestellt. Pensionierte Lehrer sollten zurückgeholt werden und anstehende Pensionierungen verschoben werden. Außerdem wurden Teilzeitkräfte gedrängt, ihre Stunden aufzustocken und Ganztagsschulen sollten ungenutzte Lehrerstunden in Geld tauschen dürfen, um dafür außerschulische Kursleiter zu finden.

Als erstes Bundesland führte Niedersachen im Sommer 2016 flächendeckend wieder das Abitur nach 13 Jahren ein. Während die Opposition die Neuregelung als „gut gemeint, aber schlecht gemacht“ kritisierte, lobte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) das Konzept als gut und sinnvoll. Sogar der Philologenverband nahm die neuen Regelungen „in Teilen mit Genugtuung“ zu Kenntnis.

Die Inklusion, die seit 2013 an niedersächsischen Schulen umgesetzt wird, stand weiterhin in der Diskussion. Das Land stellte im laufenden Haushaltsjahr rund 265 Millionen Euro zu Verfügung und bis 2020 sollen insgesamt rund 1,7 Milliarden Euro in die „Inklusive Schule“ investiert werden. Im Sommer 2017 sollen die ersten 12 „regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren inklusive Schule“ (RZI) an den Start gehen. Dort bekommen Lehrer, Eltern und Schüler künftig Beratung bei der Umsetzung der inklusiven Schulbildung.

Veränderungen gab es auch bei der Schulinspektion, die im Jahre 2004 eingeführt worden war. Bisher mussten die Schulleitungen zahlreiche Konzepte und Dokumente einreichen sowie ein Schulprogramm erstellen. Außerdem wurden alle Lehrkräfte mehrmals im Unterricht „besichtigt“. Eine Online-Befragung hatte nun ergeben, dass Schulleitungen und Lehrkräfte die Inspektion als sehr belastend empfinden und ihren Nutzen infrage stellen. Deshalb wurde das bisherige Überprüfungsverfahren durch ein neu konzipiertes Bewertungsverfahren ersetzt. Ein „Schul-Feedback“ soll jetzt den Schulen helfen, Unterricht und Lernerfolge der Schüler zu verbessern. Hierbei finden pädagogische und fachliche Bedürfnisse der Schulen im Evaluationsprozess mehr Berücksichtigung. So können die Schulleitungen Beobachtungsschwerpunkte selbst wählen und damit den Entwicklungsprozess voranbringen. Die bisherige Praxis, Schulen über Kennzahlen und Leistungsvergleiche zu kontrollieren, ist damit gescheitert.

Nicht durchgesetzt hat sich auch die zensurenfreie Grundschule. Die vor einem Jahr geschaffene Möglichkeit, in der Grundschule per Konferenzbeschluss auf Noten vollständig zu verzichten, fand wenig Resonanz. Warum das Interesse so gering war, lässt sich relativ einfach erklären. Die Lehrkräfte an den Grundschulen sind ohnehin schon überlastet, müssen die Inklusion umsetzen, Sprachlerngruppen für Flüchtlingskinder anbieten, die individuelle Lernentwicklung ihrer Schüleririnnen und Schüler dokumentieren und haben somit kein großes Interesse, sich noch weitere Arbeit aufzubürden. Außerdem haben die meisten Eltern und Schüler lieber eindeutige Zensuren als interpretierbare Formulierungen im Zeugnis. Ob der Trend irgendwann kippt, wird sich zeigen.

Geändert hatte sich auf alle Fälle während der Sommerferien die Wetterlage. Nachdem unser traditionelles Sommerfest vor den Ferien wegen des schlechten Wetters abgesagt werden musste, klappte es nun beim 2. Versuch. Zwei Wochen nach Schuljahresbeginn zeigte sich Petrus von seiner besten Seite und so konnten sich rund 130 Kinder auf dem Schulgelände verteilen und das große Spieleangebot nutzen, das alle Klassen vorbereitet hatten.

Wer es sportlich liebte, wagte sich auf die Slackline, ging zum Bogenschießen oder zeigte an der Kegelbahn sein Können. Geschicklichkeit war auch beim Dosenwerfen und an der Wurfmaschine oder beim Kubb, dem Wikingerschach, erforderlich. Wer es ruhiger angehen lassen wollte, bastelte Fangbecher und Libellen oder produzierte Kunstwerke aus Seifenblasen. Konzentration war nicht nur beim Zielwerfen gefragt, sondern auch beim Dosenschießen mit der Wasserpistole, die zwischendurch auch mal für eine kleine Abkühlung benutzt wurde.

Es ging aber nicht nur um Spaß und Spiel, denn ein zentraler Teil unseres Sommerfestes ist seit vielen Jahren der Sponsorenlauf. Alle Schülerinnen und Schüler suchen sich vor der Veranstaltung Sponsoren, die bereit sind, pro gelaufener oder gegangener Runde einen beliebigen Betrag zu spenden. Da sich meistens nicht nur die Eltern überreden lassen, sondern häufig auch Verwandte, Nachbarn und sogar Geschäftsleute, kommt so in jedem Jahr eine beachtliche Summe zusammen.

Auffällig war auch in diesem Jahr wieder, dass Kinder, die im Sportunterricht nicht gerade zu den „Dauerläufern“ gehören, für den guten Zweck plötzlich eine Runde nach der anderen drehten. Vielleicht lag es auch daran, dass dieses Mal nicht für eine Institution gelaufen wurde, sondern der größte Teil des Geldes der Schule zugutekommt, damit die Pausenausleihe renoviert und erweitert werden kann.

Natürlich wurde auch wieder für das leibliche Wohl gesorgt. Während einige Eltern die Läuferinnen und Läufer mit Mineralwasser und Obst versorgten, boten andere ein umfangreiches Frühstück an und der Geruch aus der umlagerten Waffelbäckerei stieg sogar noch vor dem Schulgebäude in die Nase.

Bei der gemeinsamen Verabschiedung am Pylonkarussell, das wegen seiner Form von den Kindern gerne „Döner“ genannt wird, konnte dank fleißiger Rechner bereits die erlaufene Spendensumme bekannt gegeben werden. 3100 Euro standen unter dem Strich und zu diesem großartigen Ergebnis durften sich unsere Schülerinnen und Schülermit strahlenden Gesichtern gegenseitig applaudieren.

"Bestandsaufnahme" 2016:
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Vor sechs Jahren war er schon einmal in unserer Schule, anlässlich unserer mittlerweile 34. Autorenbegegnung kehrte er nun zurück: Dirk Walbrecker. Mit Hilfe seines Zauberkoffers erzählte er zunächst die (wahre) Geschichte von Tuffi, dem Elefanten, der für einen Zirkus Werbung machen sollte und deshalb eine Fahrkarte für die Wuppertaler Schwebebahn bekam. Leider gefiel dem Tier die Reise nicht und so demolierte es die Tür der Schwebebahn und fiel prompt in die Wupper. Den Beleg für diesen Vorfall hatte Dirk Walbrecker natürlich in seinem Koffer, wobei es sich allerdings um eine simple Fotomontage aus früheren Zeiten handelte.

Für Verblüffung sorgte auch die Aussage, dass er in seiner Zeit als Lehrer den bekannten Schauspieler und Regisseur Michael „Bully“ Herbig unterrichtet hatte, der damals allerdings ein ganz schüchterner Schüler war und erst später sein Talent für Komik entdeckte.

Sowohl bei den Dritt- als auch bei den Viertklässlern präsentierte der Autor Auszüge aus der Serie „Geheimbund M“, in der Detektive ungewöhnliche Fälle lösen. Dank Walbreckers Mimik und der ständig wechselnden Betonung klebten unsere Schülerinnen und Schüler förmlich an seinen Lippen.

Natürlich durften zwischendurch auch Fragen gestellt werden. So wollten die Kinder beispielsweise wissen, wo die Bücher geschrieben werden und wie hoch die Einnahmen daraus sind. Einige Schülerinnen und Schüler tippten auf zwei bis fünf Euro pro Buch und waren verblüfft, als sie erfuhren, dass es sich nur um Centbeträge handelt.

37 Kinder aus den beiden 2. Klassen machten sich Anfang April auf den Weg zum Otterbiotop am Freschluneberger Friedhof. Vor dem Biotop hatte der Heimatverein Beverstedt ein etwa 1000 Quadratmeter großes Feld zur Verfügung gestellt, das zunächst gepflügt werden musste, bevor Ende April die „Lunestedter Ackerkinder“ dort Kartoffeln pflanzen konnten. Für die Arbeit waren Pferde und Trecker zur Unterstützung gekommen, aber zunächst wurde das Graben mit dem Spaten geübt. Später kam dann der Einscharpflug zum Einsatz. Unter fachkundiger Anleitung wurde Mist in den Boden gebracht und anschließend mit Erde bedeckt. Am Ende gab es noch einen Wettkampf: die beiden Klassen wurden vor einen Pflug gespannt und die Lehrerinnen lenkten das Ganze von hinten. Die Klasse 2b erreichte das Ziel als erste, aber dafür konnte die 2a eine schöner gepflügte Furche vorweisen.

Wegen des schlechten Wetters konnten die Pflanzkartoffeln erst Anfang Mai unter die Erde gebracht werden, was aber der Begeisterung keinen Abbruch tat. In Anbetracht der vielen Knollen waren sich schnell alle einig, dass der „Lochschläger“, der, wie der Name schon vermuten lässt, die für die Kartoffelpflanzung notwendigen Löcher in den Ackerboden macht, zum Einsatz kommen sollte. Anschließend durften die Kinder zu zweit einen Eimer halb mit Saatkartoffeln füllen und die Kartoffeln danach sorgsam in die vorbereiteten Löcher legen. Jedes Tandem bekam eine eigene Reihe zugeteilt, die durch ein mit den Namen beschriftetes Holzschild gekennzeichnet wurde, sodass alle Schülerinnen und Schüler später das Wachstum „ihrer“ Kartoffeln verfolgen konnten. Schließlich wurden die Kartoffeln noch angehäuft und zu guter Letzt gab es zur Belohnung sowie zur Stärkung noch ein leckeres Frühstück.

Eine gravierende Veränderung fand zum Schuljahresende statt. Am 20. Juni 2017 wurde Rektor Dieter Henken nach fast 19-jähriger Dienstzeit an der Grundschule Lunestedt mit einem „Großen Regenbogen“ und anschließender Feierstunde offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

Die erste Überraschung erlebte er, als er nach der 1. großen Pause gebeten wurde, in die Küche zu kommen, wo ihn seine Sekretärin anschließend "bewachte", während gleichzeitig auf dem Weg zur Turnhalle alle Schülerinnen und Schüler mit Blumen versorgt wurden, um Spalier zu stehen. Sichtlich gerührt durchschritt kurze Zeit später Rektor Dieter Henken die geschmückte Gasse, die "seine" strahlenden Schülerinnen und Schüler für ihn gebildet hatten.

Bevor die Erstklässler ihr Können zeigen durften, nahm die Veranstaltung jedoch einen unerwarteten Verlauf. Eine große Sitzbank mit integriertem Ablagetisch wurde in die Halle getragen, der Schulleiter und seine Frau durften es sich gemütlich machen und zudem wurden sie noch mit Erfrischungsgetränken und Knabbersachen verwöhnt.

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Ganz entspannt konnten sie dann der Klasse 1b zuschauen, die einen Hip-Hop mit dem Titel "Schule ist top" präsentierte. Das Thema Schule zog sich anschließend wie ein roter Faden durch das gesamte Programm. Für viel Gelächter sorgte das gemeinsame Theaterstück der Klassen 1a und 3b, in dem eine Unterrichtsstunde des Schulleiters sehr pointiert nachgestellt wurde. Zentrales Thema waren natürlich die üblichen Scherze des Mathelehrers.

Auch im Beitrag der Klasse 3a, einem Rap, stand der Schulleiter wieder im Mittelpunkt: "Schau mal der Herr Henken dort, wohnt sogar in diesem Ort, macht unglaublich gerne Sport, geht nun aber leider fort." Fort mussten auch unsere Viertklässler. Sie verabschiedeten sich mit einem bekannten Lied von Andreas Bourani: "Ein Hoch auf uns."

Nach einer kurzen und einfühlsamen Rede des SER-Vorsitzenden Björn Drews wurde ein Präsent überreicht, um das Hobby des angehenden Pensionärs zu optimieren oder womöglich sogar zu perfektionieren. Nein, es ging dieses Mal nicht um das Thema Basketball, sondern um die Freude an der Fotografie.

Futter für die Linse gab es schon kurze Zeit später. Das gesamte Team der Grundschule hatte sich eine silbergraue Perücke übergestülpt, wobei Ähnlichkeiten mit einer bekannten Person natürlich reiner Zufall waren. Um das Ganze auf die Spitze zu treiben, wurde ein eigens umgetextetes Lied von Udo Jürgens angestimmt: "Mit 64 Jahren, da fängt das Leben an." Alle Vorlieben des "Chefs" wurden mit einem Augenzwinkern kommentiert und gleichzeitig mit viel Rhythmus und noch mehr Spaß präsentiert. Der tosende Applaus des amüsierten Publikums soll angeblich noch heute in der Turnhalle zu hören sein.

"Was die Erwachsenen können, das können wir auch." Mit dieser Einstellung präsentierten unsere fast 130 Schülerinnen und Schüler zum Abschluss einen alten Hit der Gruppe Queen. Aus "We will rock you" wurde kurzerhand "Du gehst jetzt in Rente" gemacht und wäre Freddie Mercury persönlich in der Halle gewesen, hätte er mit Sicherheit ebenfalls seine helle Freude gehabt.

Fortgesetzt wurde die Verabschiedung dann am Mittag im Mehrzweckraum der Turnhalle mit geladenen Gästen. Nach einer kurzen Begrüßung durch den zukünftigen Pensionär wurde seine Arbeit ausführlich von Manfred Kück, dem zuständigen Dezernenten der Landesschulbehörde, gewürdigt. Mit einfühlsamen Worten und Zitaten aus der Personalakte wurde ein halbstündiger Lobgesang angestimmt, der auch den Gästen sichtlich Freude bereitete. Sehr unterhaltsam waren auch die Reden von Bürgermeister Ulf Voigts sowie unserer Personalvertreterin Frauke Wöltjen, die anschließend noch einmal das komplette Team nach vorne holte, wo „Mit 64 Jahren“ (s. o.) zum zweiten Mal an diesem Tage aufgeführt wurde und erneut für Begeisterung sorgte. Nachdem sich Björn Drews, der Vorsitzende des Schulelternrates beim Schulleiter für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedankt hatte, trat Meinhard Hühnken, der Hollener Ortsvorsteher, hinter das Rednerpult und trug mit einem kräftigen Augenzwinkern die köstliche Chronologie eines zwölfmonatigen Rentnerdaseins vor, was zu wahren Lachsalven führte. Zu guter Letzt ließ der scheidende Schulleiter seine Tätigkeit Revue passieren – mit unterhaltsamen Anekdoten und kritischen Anmerkungen zur Bildungspolitik. Danach begann dann der gemütliche Teil der Veranstaltung und so kam es bei einem leckeren Grillbüfett und kalten Getränken zu angeregten Unterhaltungen, in denen viele Erinnerungen aufgefrischt wurden.

Da der angehende Pensionär seine „Kündigung“ bereits zu Schuljahresbeginn eingereicht hatte, war ausreichend Zeit vorhanden, um nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger Ausschau zu halten. Aus dem eigenen Kollegium hatte niemand Interesse an dieser Position und so lautete der Kommentar unisono: „Das tu ich mir nicht an.“ Als Folge der ständig zunehmenden Aufgaben und Belastungen, wird es immer schwieriger jemanden zu finden, der bereit ist, eine Schule zu leiten. Der Anreiz, diese interessante und zugleich verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen, ist in letzter Zeit deutlich gesunken, insbesondere im Grundschulbereich. Während in Niedersachen derzeit rund 10 Prozent aller Grundschulen ohne eine „richtige“ Schulleitung zurechtkommen müssen, kann an unserer Schule der Staffelstab nahtlos übergeben werden. Ines Woyciniuk, die im Oktober 2005 in Lunestedt ihre 2. Lehrerprüfung bestanden hat, wird zum Schuljahr 2017/18 nach knapp 12 Jahren zur allgemeinen Freude als neue Schulleiterin an ihre Ausbildungsschule zurückkehren.


Lunestedt, im Juni 2017

Dieter Henken

 

 

 

 

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